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Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion produziert das kleine Organ zu wenig Hormone und es kommt zu einer Unterversorgung, was vielfältige Symptome und Beschwerden auslösen kann.

Im Erwachsenenalter entwickelt sich eine Unterfunktion zumeist schleichend, was sowohl die Diagnose als auch die Behandlung erschwert.

Zu den häufigsten Ursachen einer Hypothyreose zählen Immunerkrankungen wie Hashimoto-Thyreoiditis.

Bei dieser Form der Fehlfunktion attackiert das eigene Immunsystem die Schilddrüse.

Fehlentwicklungen bei einer Unterfunktion der Schilddrüse

Die Schilddrüse unterhalb des Kehlkopfes bildet die zwei lebenswichtigen Hormone T3 (Triiodthyronin) und T4 (Tetraiodthyronin), die wesentlich an den Stoffwechselprozessen beteiligt sind.

Produziert die Schilddrüse zu wenig oder gar keine Hormone, kommt es zu einer Verlangsamung des Stoffwechsels, was zu einer Hypothyreose führt.

Eine Unterfunktion kann angeboren oder erworben sein. Mit einer angeborenen Schilddrüsenunterfunktion  kommt etwa ein Kind von 4.000 zur Welt.

Vorwiegend Erwachsene sind von der erworbenen Schilddrüsenstörung betroffen.

Folgende Auslöser können diese Form der Hypothyreose verursachen:

  • Schädigung oder Verlust des Schilddrüsengewebes
  • Schilddrüsenoperationen, Radiojodid-Therapien
  • Jod- oder Selenmangel
  • Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis

Diagnostiziert der Arzt eine Schilddrüsenvergrößerung oder bildet sich ein Kropf als Folge eines Jodmangels, verändert sich das Drüsengewebe, oft mit Knotenbildung.

Kalte Knoten sind inaktiv, da sie keine Schilddrüsenhormone produzieren.

Diese Knoten können auf eine Unterfunktion, auf Zysten oder in seltenen Fällen auf ein Schilddrüsenkarzinom hinweisen.

Bei aktiven, heißen Knoten hingegen lagert sich unkontrolliert Jod ein.

Die zumeist gutartigen Knoten können aufgrund der überschießenden Hormonproduktion eine Schilddrüsenüberfunktion auslösen.

Die Schilddrüsenfunktionsstörung Hashimoto verursacht durch die Zerstörung von Schilddrüsengewebe ebenfalls eine Schilddrüsenunterfunktion.

Hier gelangen Sie zu sehr interessanten Informationen, wie Sie die Schilddrüsenunterfunktion gesund therapieren können.

Hashimoto-Thyreoiditis: oft begleitet von anderen Immunkrankheiten

Neben akuten sind auch chronische Entzündungen der Schilddrüse bekannt.

Dazu zählt auch Hashimoto-Thyreoiditis.

Die nach dem japanischen Chirurgen und Pathologen Hakaru Hashimoto benannte Funktionsstörung entsteht infolge einer fehlgesteuerten Immunabwehr.

Antikörper, die eigentlich Schutz vor Fremdstoffen bieten sollen, richten sich bei dieser Erkrankung gegen die Schilddrüse und verursachen eine Entzündung.

Das Schilddrüsengewebe wird zunehmend geschädigt oder zerstört.

Der Mangel an T3 und T4 Hormonen ist ursächlich für eine Unterfunktion.

Allerdings treten bei Hashimoto-Thyreoiditis im Anfangsstadium oftmals Symptome einer Überfunktion auf.

Eine ausgeprägte Zerstörung des Drüsengewebes hat typische Beschwerden einer Hypothyreose zur Folge, etwa Gewichtszunahme, Antriebsschwäche oder nächtliches Schwitzen.

Mit Medikamenten ist die Autoimmunerkrankung nicht behandelbar, allerdings lassen sich die Auswirkungen durch die Gabe künstlicher Schilddrüsenhormone lindern.

Häufig treten begleitend  andere Immunerkrankungen wie die Weißfleckenkrankheit oder Diabetes Typ 1 auf.

Unterfunktion und Hashimoto - extreme Auswirkungen auf die Psyche

Eine Schilddrüsenunterfunktion ruft oftmals psychische Symptome hervor.

Innere Unruhe, Angstattacken, anhaltende Schlafstörungen oder übermäßige Schreckhaftigkeit sind unangenehme Folgen einer Hypothyreose und schränken die Lebensqualität drastisch ein.

Die psychischen Begleiterscheinungen von Hashimoto-Thyreoiditis ähneln denen einer Depression oder eines Burnouts und führen nicht selten zu Fehldiagnosen.

Das passiert dann, wenn noch keine Diagnose vorliegt oder wenn Untersuchungsergebnisse zeigen, dass die Stoffwechselstörung noch im Anfangsstadium ist.

Leiden Menschen unter psychischen Symptomen, sollte eine gründliche Untersuchung der Schilddrüse erfolgen.

Ein Hormonmangel wie bei einer Unterfunktion oder Hashimoto-Thyreoiditis kann extreme Auswirkungen auf das seelische Wohlbefinden haben.

Hashimoto-Patienten fühlen sich oft niedergeschlagen, gehetzt, ständig müde oder überfordert.

Das führt im Extremfall soweit, dass wahrnehmbare Persönlichkeitsveränderungen auftreten.