Hilft Hypnose auch wenn man innerlich noch zweifelt aufzuhören?

Hilft Hypnose auch wenn man innerlich noch zweifelt aufzuhören?

Ja, Hypnose kann auch dann helfen, wenn noch Zweifel am Aufhören bestehen, aber die Erfolgswahrscheinlichkeit hängt stark von Motivation, Erwartungshaltung und der gewählten Methode ab. Hypnose ersetzt keine Entscheidung, kann jedoch Ambivalenz bearbeiten, Selbstkontrolle stärken und Rückfallrisiken senken. Am besten wirkt sie als Baustein in einem strukturierten Entwöhnungs- oder Verhaltensänderungsprogramm.

  • Hypnose ist ein veränderter Aufmerksamkeits- und Bewusstseinszustand, in dem Suggestionen und mentale Vorstellungen gezielt genutzt werden.
  • Randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) zeigen für Hypnose bei Rauchstopp und Gewichtsregulation gemischte Ergebnisse; die Effekte variieren je nach Protokoll und Vergleichsbedingung.
  • Meta-Analysen kommen insgesamt zu uneinheitlichen Befunden: teils kleine zusätzliche Effekte, teils keine klaren Vorteile gegenüber etablierten Verfahren.
  • Leitlinien empfehlen für Rauchstopp primär evidenzbasierte Methoden (z. B. Verhaltenstherapie, Nikotinersatz, Vareniclin/Bupropion), während Hypnose höchstens ergänzend genannt wird.
  • Behandlungserfolg korreliert häufiger mit Therapiequalität, Übungsintensität und passender Zielplanung als mit „Hypnotisierbarkeit“ allein.
  • Bei schweren psychischen Erkrankungen, akuten Krisen oder unbehandelten Traumafolgen sollte Hypnose nur nach fachlicher Abklärung und durch qualifizierte Behandler erfolgen.

Was sagt die Studienlage?

Die Studienlage zu Hypnose beim „Aufhören“ ist heterogen, weil unterschiedliche Ziele (Rauchen, Essen, Alkohol, Nägelkauen, Handygebrauch) und sehr verschiedene Hypnoseprotokolle untersucht wurden. Manche Studien nutzen eine einzelne Sitzung mit Standardsuggestionen, andere kombinieren Hypnose mit Verhaltenstraining, Selbsthypnose oder Motivationsarbeit. Diese Unterschiede erschweren direkte Vergleiche und führen zu schwankenden Ergebnissen.

Für Rauchstopp gibt es RCTs, die Hypnose gegenüber Beratung, Entspannung oder Standardbehandlung testen. Ein Teil dieser Studien findet kurzfristige Vorteile, andere zeigen keine signifikanten Unterschiede. In Meta-Analysen ergibt sich daher kein konsistentes Bild, und die Qualität einzelner Studien (Stichprobengröße, Verblindung, Follow-up) ist ein entscheidender Faktor.

Bei Gewichtsregulation ist die Evidenz ebenfalls gemischt. Einige Untersuchungen deuten darauf hin, dass Hypnose in Kombination mit verhaltensorientierten Programmen kleine zusätzliche Effekte auf Essverhalten, Selbstmonitoring oder Stressessen haben kann. Als alleinige Maßnahme zeigt Hypnose in der Regel keine verlässlichen, dauerhaften Gewichtsveränderungen.

Leitlinien spiegeln diese Unsicherheit wider. Für Rauchstopp setzen viele nationale und internationale Leitlinien klar auf verhaltenstherapeutische Unterstützung und wirksame Medikamente bzw. Nikotinersatz, weil dafür die Evidenz konsistent ist. Hypnose wird – wenn überhaupt – als optionale Ergänzung erwähnt, nicht als Standard.

Wie wirkt Hypnose in diesem Zusammenhang?

Hypnose ist eine Methode, bei der Aufmerksamkeit gebündelt und innere Vorstellungen intensiviert werden, um hilfreiche Reaktionen (z. B. weniger Craving, mehr Selbstwirksamkeit) zu fördern. Sie ist kein Schlaf und kein Zustand, in dem man willenlos wird. Entscheidender Wirkfaktor ist oft die gezielte mentale Arbeit: Fokus, Imagination, emotionale Neubewertung und das Einüben neuer Reaktionsketten.

Wenn jemand „innerlich noch zweifelt“, steht häufig Ambivalenz im Vordergrund: Ein Teil will aufhören, ein anderer Teil möchte den kurzfristigen Nutzen behalten (Beruhigung, Belohnung, Pause, Zugehörigkeit). Hypnose kann hier an zwei Stellen ansetzen. Erstens kann sie helfen, die Vorteile des Aufhörens emotional greifbarer zu machen, statt sie nur rational zu „wissen“.

Zweitens kann Hypnose dabei unterstützen, automatische Auslöser neu zu verknüpfen. Viele Gewohnheiten laufen cue-gesteuert ab: Stress → Griff zur Zigarette, Langeweile → Snack, Konflikt → Alkohol. Hypnotische Suggestionen und Imaginationen können diese Auslöser mit Alternativen koppeln, etwa mit Atemtechniken, kurzer Bewegung oder einem „Wenn–Dann“-Plan.

Ein dritter realistischer Wirkweg ist die Erhöhung von Selbstwirksamkeit. Wer zweifelt, zweifelt oft an sich selbst: „Ich schaffe das eh nicht“ oder „Ich halte das nicht aus“. Hypnose kann Selbstberuhigung und Zuversicht trainieren, ähnlich wie mentales Training im Sport. Das kann den Einstieg erleichtern, ersetzt aber nicht die konkreten Verhaltensschritte.

Was ist wissenschaftlich gesichert – und was nicht?

Gesichert ist, dass Motivation und Kontext die Wahrscheinlichkeit von Verhaltensänderung stark beeinflussen. Menschen ändern Gewohnheiten erfolgreicher, wenn Ziele konkret sind, Rückfallpläne existieren und Unterstützung verfügbar ist. Das gilt unabhängig davon, ob Hypnose eingesetzt wird.

Plausibel ist, dass Hypnose als Aufmerksamkeits- und Imaginationsmethode das Erleben von Craving, Stress und inneren Bildern beeinflussen kann. Viele Betroffene berichten, dass sich „Druck“ reduziert und Alternativen leichter zugänglich werden. Solche Effekte passen zu psychologischen Modellen, sind aber nicht in jeder Studie stabil nachweisbar.

Nicht gesichert ist, dass Hypnose bei allen Menschen zuverlässig stärker wirkt als etablierte Standardverfahren. Die Forschung zeigt keine Garantieeffekte und keine einheitliche Überlegenheit. Zudem sind viele Studien so angelegt, dass Placebo- und Erwartungseffekte schwer zu trennen sind, was bei jeder Methode mit hoher Suggestivkraft methodisch relevant ist.

Nicht haltbar ist die Vorstellung, Hypnose „lösche“ Sucht oder Gewohnheit automatisch, auch wenn innerlich eigentlich keine Bereitschaft vorhanden ist. Hypnose kann Ambivalenz bearbeiten, aber sie kann die Notwendigkeit einer Entscheidung und eines Plans nicht aushebeln. Wer komplett „gegen“ das Aufhören arbeitet, wird höchstens kurzfristige Effekte erleben.

Zweifel: Was bedeutet das praktisch?

Zweifel sind kein Gegenbeweis für Veränderung, sondern häufig der Normalzustand vor einem Schritt. In der Motivationspsychologie wird Ambivalenz als typisches Stadium verstanden: Gründe dafür und dagegen existieren gleichzeitig. Problematisch wird es erst, wenn Zweifel zu passiver Vermeidung führen („Ich mache lieber gar nichts, bevor ich scheitere“).

In Hypnosesitzungen kann man Zweifel sinnvoll operationalisieren: Woran genau zweifeln Sie? Am Durchhalten? Am Sinn? An der Identität („Dann bin ich nicht mehr ich“)? Oder an der Methode? Je präziser der Zweifel, desto besser lässt er sich bearbeiten – durch Aufklärung, Planung, Selbsthypnose-Übungen oder realistische Zwischenziele.

Ein häufiger Kern ist die Angst vor Entzug, Leere oder Gewichtszunahme. Hypnose kann hier nicht „wegzaubern“, aber sie kann Coping-Strategien innerlich vorwegnehmen: Entzugssymptome als vorübergehend einordnen, Körperempfindungen regulieren, Belohnungsalternativen verankern. Das Ziel ist nicht „keine unangenehmen Gefühle“, sondern bessere Steuerbarkeit.

Für wen kann das sinnvoll sein?

Hypnose kann sinnvoll sein, wenn grundsätzlich ein Änderungswunsch vorhanden ist, auch wenn er wackelt. Ein Satz wie „Ein Teil von mir will aufhören, aber ich bin mir nicht sicher“ ist oft ein guter Startpunkt. Dann kann Hypnose helfen, die Entscheidung zu klären und das „Warum“ emotional zu stabilisieren.

Hilfreich kann Hypnose auch sein, wenn Gewohnheiten stark stress- oder emotionsgetrieben sind. Wer bei Stress automatisch raucht oder isst, profitiert oft von Verfahren, die körperliche Beruhigung und innere Bilder gezielt nutzen. Hypnose kann hier eine strukturierte Ergänzung zu Stressmanagement und Verhaltenstraining sein.

Für Menschen, die mit rein kognitiven Ansätzen wenig anfangen können, kann Hypnose einen anderen Zugang schaffen. Manche erreichen über Imagination und Körperwahrnehmung schneller eine Veränderungsbereitschaft. Entscheidend bleibt, dass daraus konkrete Handlungen folgen: Trigger erkennen, Alternativen üben, Umfeld anpassen.

Bei Gewichtsregulation ist Hypnose besonders dann plausibel, wenn es um Essimpulse, emotionales Essen, Portionskontrolle oder Selbstwertthemen geht. Sie ersetzt weder Ernährungsmedizin noch Bewegungstherapie, kann aber helfen, Essentscheidungen weniger reaktiv zu treffen.

Wo liegen Grenzen und Risiken?

Hypnose ist nicht für jedes Ziel und nicht in jeder Situation geeignet. Wenn starke Abhängigkeit vorliegt (z. B. langjähriges starkes Rauchen oder Alkoholabhängigkeit), sind medizinisch und psychotherapeutisch abgesicherte Programme oft vorrangig. Hypnose kann ergänzen, sollte aber nicht als alleinige Behandlung verkauft werden.

Ein Risiko ist die Überschätzung der Methode. Wer glaubt, nach einer Sitzung „für immer frei“ zu sein, kann bei ersten Rückfällen stärker enttäuscht reagieren und ganz abbrechen. Realistischer ist ein Modell mit Lernkurve: Rückfallprävention, erneute Stabilisierung und konsequente Anpassung der Strategien.

Bei psychischen Vorerkrankungen ist Sorgfalt wichtig. Menschen mit akuten Psychosen, schweren dissoziativen Symptomen oder unbehandelten Traumafolgen können auf intensive Imaginationen ungünstig reagieren. Das heißt nicht, dass Hypnose grundsätzlich verboten ist, aber es braucht fachliche Diagnostik, Erfahrung und klare Sicherheitsregeln.

Auch unseriöse Anbieter sind ein Thema. Warnsignale sind Heilversprechen, „garantierte“ Erfolgsquoten, Schuldzuweisungen („Wenn es nicht klappt, wollten Sie nicht genug“) oder fehlende Anamnese. Seriöse Hypnose arbeitet transparent, integriert evidenzbasierte Elemente und definiert messbare Ziele.

Wie man Hypnose bei Zweifel sinnvoll einbettet

Wenn Zweifel da sind, ist ein zweistufiges Vorgehen oft wirksamer als „Sofort-Aufhören per Hypnose“. Zuerst wird die Motivation geklärt: Was sind die echten Vorteile des bisherigen Verhaltens, und welche Bedürfnisse stehen dahinter? Dann werden Alternativen aufgebaut, die diese Bedürfnisse anders erfüllen.

Danach folgt die eigentliche Veränderungsphase: Startdatum, Triggeranalyse, Ersatzhandlungen und Rückfallplan. Hypnose kann jede dieser Stufen unterstützen, etwa durch mentale Probe („Wie reagiere ich morgen auf Stress ohne Zigarette?“) und durch das Verankern kurzer Selbsthypnose-Übungen für akute Momente.

Praktisch hilfreich ist die Kombination mit Techniken, die in Leitlinien und RCTs gut belegt sind. Beim Rauchstopp sind das z. B. strukturierte Beratung, verhaltenstherapeutische Interventionen und – je nach Person – Nikotinersatz oder verschreibungspflichtige Medikamente. Hypnose kann dann als Zusatz dienen, um Craving und Automatismen zu bearbeiten.

Bei Gewichtsregulation erhöht eine klare Umgebungsgestaltung die Erfolgschancen: Verfügbarkeit von Snacks, Essensplanung, Schlaf und Stress. Hypnose kann hier die innere Ebene stabilisieren, während äußere Bedingungen die Umsetzung erleichtern. Ohne Anpassung der Umgebung bleiben Effekte oft fragil.

Was sagen Leitlinien zur Rolle von Hypnose?

Leitlinien arbeiten nach dem Prinzip, Verfahren mit hoher und konsistenter Evidenz zu priorisieren. Beim Rauchstopp werden deshalb meist Kombinationen aus Verhaltenstherapie und pharmakologischer Unterstützung empfohlen, weil die Erfolgsraten in großen Studien und Übersichten zuverlässig steigen. Hypnose wird dort, wenn erwähnt, eher als ergänzende Option eingestuft.

Das bedeutet nicht, dass Hypnose „nichts bringt“. Es bedeutet, dass sie im Vergleich zu Standardverfahren nicht eindeutig überlegen und nicht stabil genug belegt ist, um als Erstlinientherapie zu gelten. Für einzelne Personen kann sie trotzdem passend sein, vor allem wenn sie in ein strukturiertes Programm eingebettet ist.

Bei psychologischen Leitlinien zu Gewichtsreduktion und Adipositas steht Verhaltensänderung (Ernährung, Bewegung, Selbstmonitoring) im Vordergrund; zusätzliche Verfahren werden nach Evidenz und Risiko bewertet. Hypnose findet sich hier meist nicht als Kernempfehlung, kann aber als ergänzendes Tool diskutiert werden, besonders bei Stress- und Impulsessen.

Welche Alternativen gibt es?

Bei Rauchstopp sind evidenzbasierte Alternativen gut verfügbar. Dazu zählen Kurzinterventionen durch Ärztinnen/Ärzte, telefonische oder digitale Programme, Gruppenangebote und Einzeltherapie mit verhaltenstherapeutischem Fokus. Medikamente wie Nikotinersatz, Vareniclin oder Bupropion können – ärztlich geprüft – die Entzugssymptome reduzieren und die Abstinenzrate erhöhen.

Bei Alkoholproblemen sind motivierende Gesprächsführung (Motivational Interviewing), kognitive Verhaltenstherapie, Rückfallprävention, Selbsthilfegruppen und – je nach Schweregrad – medizinische Entzugsbehandlung zentrale Optionen. Hypnose sollte hier nur ergänzend und nach sorgfältiger Einschätzung eingesetzt werden, weil Risiken und Komorbiditäten häufig sind.

Bei Essverhalten und Gewichtsregulation sind Ernährungstherapie, bewegungsbezogene Interventionen, Schlaf- und Stressmanagement sowie psychotherapeutische Unterstützung bei Binge Eating oder emotionalem Essen zentral. Auch digitale Tagebücher und strukturierte Programme können wirksam sein, wenn sie konsequent genutzt werden.

Wenn Zweifel stark sind, ist Motivationsarbeit oft der beste erste Schritt. Motivational Interviewing ist in vielen Bereichen gut untersucht und kann helfen, Ambivalenz zu klären, ohne Druck zu erzeugen. Hypnose kann darauf aufbauen, wenn die Richtung klarer ist.

Was Sie von einer seriösen Hypnose erwarten dürfen

Seriöse Hypnose beginnt mit einer Anamnese: Zielverhalten, Auslöser, bisherige Versuche, gesundheitliche Risiken und psychische Belastungen. Es wird geklärt, ob ein medizinischer Check sinnvoll ist, etwa bei starkem Nikotinkonsum oder bei Hinweisen auf Depression, Angststörung oder Trauma. Danach werden konkrete Ziele definiert, die überprüfbar sind.

Eine seriöse Vorgehensweise nutzt klare Protokolle und integriert Training. Dazu zählen Selbsthypnose-Audios oder kurze Übungen für den Alltag, gekoppelt an reale Auslöser („Wenn Craving kommt, dann 60 Sekunden Atmung + inneres Bild“). Ohne Üben zwischen den Sitzungen sind Effekte oft kurzlebig.

Seriöse Hypnose macht keine Versprechen, sondern arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten. Es wird offen angesprochen, dass Rückfälle möglich sind und wie man damit umgeht. Gute Programme messen Fortschritt, z. B. über Rauchfreie Tage, Zigaretten pro Tag, Craving-Intensität, Essanfälle oder Gewichtstrend über Wochen.

1-Satz-Definition des Kernbegriffs

Hypnose ist ein therapeutisch genutzter Zustand fokussierter Aufmerksamkeit, in dem Suggestionen und Imaginationen eingesetzt werden, um Wahrnehmung, Emotionen und Verhalten gezielt zu beeinflussen.

Kann Hypnose „trotz Zweifel“ praktisch helfen?

Ja, wenn Zweifel als Arbeitsmaterial verstanden werden und nicht als Ausschlusskriterium. Hypnose kann die innere Konfliktlage strukturieren: Was will der „aufhörende“ Anteil, was schützt der „weitermachende“ Anteil? Häufig steckt hinter dem Weiter-machen ein legitimes Bedürfnis nach Entlastung, Pause oder Zugehörigkeit.

Wenn dieses Bedürfnis ernst genommen und durch Alternativen ersetzt wird, sinkt der innere Widerstand. Hypnose kann dabei helfen, Alternativen emotional aufzuladen, damit sie im Alltag konkurrenzfähig werden. Das ist besonders relevant, wenn das alte Verhalten schnelle Erleichterung bringt.

Gleichzeitig gilt: Wenn Zweifel bedeutet „Ich will eigentlich nicht“, dann ist der nächste Schritt nicht Hypnose, sondern Klärung. Ein minimaler, ehrlicher Zielrahmen kann lauten: „Ich teste 14 Tage, wie es ohne geht, und entscheide dann.“ Solche Experimente sind oft wirksamer als ein überforderndes „für immer“.

Welche Rolle spielt Erwartung und „Hypnotisierbarkeit“?

Erwartungen beeinflussen bei vielen psychologischen Verfahren die Wirkung, auch bei Hypnose. Wer Hypnose als unterstützendes Training versteht, nutzt sie meist aktiver als jemand, der passiv „gemacht werden“ will. Das kann einen echten Unterschied im Ergebnis machen, ohne dass es Magie wäre.

Die sogenannte Hypnotisierbarkeit ist ein Forschungsbegriff und beschreibt, wie leicht jemand auf Suggestionen anspricht. Sie kann eine Rolle spielen, erklärt aber nicht allein, ob jemand mit dem Rauchen oder emotionalem Essen aufhört. Häufiger sind Faktoren wie Übungsbereitschaft, Stresslevel, Umfeld und die Passung der Intervention entscheidend.

Wenn Zweifel vorhanden sind, ist Erwartungsmanagement besonders wichtig. Realistische Ziele sind: weniger Craving, mehr Kontrolle in Risikosituationen, bessere Rückfallprävention und ein klareres Commitment. Absolute Ziele („Nie wieder Verlangen“) erhöhen oft nur Enttäuschungsrisiken.

5 Nutzerfragen

Muss ich fest entschlossen sein, damit Hypnose wirkt?

Nein, völlige Entschlossenheit ist nicht zwingend nötig, aber ein Mindestmaß an Änderungswunsch sollte vorhanden sein. Hypnose kann helfen, Ambivalenz zu ordnen und die Motivation zu stabilisieren. Wenn Sie innerlich komplett dagegen sind, sind Effekte meist kurz oder bleiben aus. Ein kleines Testziel kann ausreichend sein.

Wie viele Hypnosesitzungen sind bei starkem Craving üblich?

Üblich sind je nach Konzept wenige Sitzungen bis zu einem mehrwöchigen Programm, oft kombiniert mit Selbsthypnose-Übungen. Bei starkem Craving ist die Zahl weniger entscheidend als die Struktur: Triggerplan, tägliche Kurzübungen und Rückfallprävention. RCTs nutzen sehr unterschiedliche Protokolle, weshalb es keinen einheitlichen Standard gibt.

Kann Hypnose Entzugserscheinungen beim Rauchen reduzieren?

Ja, Hypnose kann Entzugssymptome subjektiv abmildern, indem sie Stressregulation, Körperwahrnehmung und Umgang mit Craving trainiert. Das ist plausibel und wird auch häufig berichtet, ist aber nicht bei allen Personen gleich stark. Bei starker Abhängigkeit können zusätzlich Nikotinersatz oder Medikamente leitliniengerecht sinnvoll sein.

Ist Hypnose bei emotionalem Essen und Gewichtsproblemen sinnvoll?

Ja, als Ergänzung kann Hypnose sinnvoll sein, besonders bei Stressessen, Impulsessen oder „automatischem“ Snacken. Sie ersetzt keine Ernährungs- und Bewegungsstrategie, kann aber helfen, Auslöser früher zu erkennen und alternative Routinen zu verankern. Dauerhafte Effekte entstehen meist durch die Kombination mit verhaltensorientierten Maßnahmen.

Woran erkenne ich eine seriöse Hypnosepraxis?

Eine seriöse Praxis klärt Ziele, Risiken und Alternativen, erhebt eine Anamnese und macht keine Garantien. Es wird transparent erklärt, wie Hypnose eingesetzt wird, und es gibt alltagstaugliche Übungen sowie messbare Zwischenziele. Bei komplexen Problemen wird zur ergänzenden medizinischen oder psychotherapeutischen Abklärung geraten statt davon abgeraten.

Fazit

Hypnose kann auch bei inneren Zweifeln hilfreich sein, wenn sie Ambivalenz aktiv bearbeitet und in einen konkreten Veränderungsplan eingebettet wird. Die Studienlage ist gemischt, und Leitlinien priorisieren bei Rauchstopp andere, besser belegte Verfahren; als Ergänzung kann Hypnose dennoch passen. Sinnvoll ist ein realistisches Testziel mit Rückfallplan und – bei starker Abhängigkeit oder psychischer Belastung – fachlicher Begleitung.


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Themenfeld: Hypnose, Verhalten, Psychologie, Gewichtsregulation.
Fachliche Grundlage: Ingo Simon, Diplom-Pädagoge (univ.) und Heilpraktiker für Psychotherapie, Entwickler von Hypnoseprogrammen (nicht Autor einzelner Artikel).
Redaktionelle Prüfung: neutrale Informationsaufbereitung mit Einordnung von RCTs, Meta-Analysen und Leitlinien.
Positionierung: sachliche, evidenznahe Gesundheitsquelle ohne Marketing und ohne Heilversprechen.


Transparenzhinweis

Dieser Text wurde KI-unterstützt erstellt und anschließend manuell redaktionell geprüft. Fachliche Grundlage für die dargestellten Hypnosekonzepte sind Programme, die von Ingo Simon (Diplom-Pädagoge (univ.) und Heilpraktiker für Psychotherapie) entwickelt wurden; er ist nicht Autor dieses Artikels. Der Beitrag ersetzt keine medizinische Abklärung oder psychotherapeutische Behandlung, insbesondere nicht bei Abhängigkeitserkrankungen oder schweren psychischen Beschwerden.

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Ingo Simon

Ingo Simon

Autor unserer Hypnose-Programme | Diplom-Pädagoge univ. und Heilpraktiker für Psychotherapie

Diplom-Pädagoge univ. und Heilpraktiker für Psychotherapie mit Zusatzqualifikationen, ausgebildet im Studium bei der Bundeswehr Universität München im Fachbereich Pädagogik mit Spezialisierung auf psychologische und soziale Interaktionsprozesse und Bewusstseinsstrategien sowie Ausbildung von internationalen UN-Soldaten aus militärpädagogischer Sicht für die Bundesrepublik Deutschland.

Weiterhin ist Ingo Simon Autor von über 200 Büchern für strategische Hypnoseprozesse, wovon 80% Bestseller sind.

Die Leidenschaft Menschen mit Hypnose zu helfen und zu fördern liegt Herrn Ingo Simon im Blut, daher können Kunden sich sicher sein, dass hier höchste Kompetenz und Qualität geliefert wird.

Reden auf internationalen Kongressen für Gesundheit und Entwicklung runden das Leistungsspektrum auf seinem Fachgebiet ab.

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