Erektionsstörungen bei Männern unter 30:Welche Ursachen können Erektionsstörungen bei Männern unter 30 haben?

Ja, Erektionsstörungen können auch Männer unter 30 betreffen, und die Ursachen sind häufig psychisch, lebensstilbedingt oder medikamentenassoziiert, seltener rein organisch. Typisch sind situative Probleme (z. B. nur in bestimmten Situationen oder mit Leistungsdruck), die auf Stress, Angst oder Beziehungskonflikte hinweisen können. Trotzdem sollten bei anhaltenden Beschwerden körperliche Ursachen wie hormonelle Störungen oder Gefäßprobleme medizinisch ausgeschlossen werden.

  • Erektionsstörung (erektile Dysfunktion) bedeutet: wiederholt unzureichende Erektion für befriedigenden Geschlechtsverkehr über einen relevanten Zeitraum.
  • Bei jüngeren Männern sind psychogene Faktoren (Stress, Angst, Depression, Leistungsdruck) im Mittel häufiger als vaskuläre Ursachen.
  • Nikotin, Alkohol, Cannabis und andere Drogen können Erektion und Libido messbar beeinträchtigen, u. a. über Gefäße, Nerven und Hormonsystem.
  • Häufige Medikamenten-Auslöser sind SSRI/SNRI, Antipsychotika, Finasterid sowie einige Blutdruckmittel; auch Anabolika-Missbrauch kann ED verursachen.
  • Niedriges Testosteron ist bei Männern unter 30 seltener, kann aber bei Symptomen wie Libidoverlust, Müdigkeit oder Infertilität relevant sein.
  • Leitlinien empfehlen bei persistierender ED eine strukturierte Abklärung (Anamnese, körperliche Untersuchung, Labor, ggf. kardiometabolische Risikoprüfung).

Was bedeutet „Erektionsstörung“ bei Männern unter 30 genau?

Eine Erektionsstörung ist die wiederholte Unfähigkeit, eine Erektion zu bekommen oder aufrechtzuerhalten, die für Sexualität ausreichend ist. Bei Männern unter 30 ist besonders wichtig, ob das Problem dauerhaft oder situativ auftritt. Situative ED (z. B. nur beim Sex mit Partner, aber nicht bei Masturbation oder morgendlichen Erektionen) spricht eher für psychische oder kontextbezogene Ursachen.

Welche Ursachen sind bei Männern unter 30 am häufigsten?

Bei Unter-30-Jährigen dominieren oft psychologische und lebensstilbezogene Faktoren, häufig kombiniert. Leistungsdruck, Stress, Schlafmangel oder depressive Symptome können die sexuelle Erregung und die Erektionsfähigkeit direkt stören. Gleichzeitig können Substanzen, Medikamente oder hormonelle Störungen das Problem verstärken, auch wenn die Ausgangslage psychisch ist.

Psychische Ursachen: Stress, Angst, Depression und Leistungsdruck

Akuter und chronischer Stress erhöht die Aktivität des sympathischen Nervensystems, was die für eine Erektion nötige Gefäßweitstellung erschweren kann. Leistungsangst führt häufig zu einem Kreislauf aus Erwartungsdruck, Aufmerksamkeitsfokus auf „Funktionieren“ und zunehmender Unsicherheit. Depressive Störungen können Libido und Erregbarkeit senken und sind zudem häufig mit Medikamenten verbunden, die Sexualfunktionen beeinflussen.

Beziehung, Bindung und sexuelle Kommunikation

Konflikte, mangelndes Vertrauen, ungelöste Kränkungen oder Kommunikationsprobleme können Erregung und Sicherheit reduzieren. Auch neue Beziehungen oder Gelegenheitssex können durch Unsicherheit eine situative ED begünstigen. Ein zentraler Mechanismus ist die Verschiebung von Lust auf Kontrolle: Statt Erleben steht „Prüfen“ im Vordergrund.

Pornografie, Masturbationsmuster und Erwartungseffekte

Intensiver Pornokonsum ist nicht automatisch krankhaft, kann aber bei einigen Männern die sexuelle Reaktion in Partnersituationen beeinflussen. Plausible Mechanismen sind Gewöhnung an spezifische Reize, hoher Neuigkeitsreiz und veränderte Erwartungen an Erregung und Tempo. Wissenschaftlich gesichert ist vor allem, dass sexuelle Skripte, Aufmerksamkeit und Erregungsbedingungen lernabhängig sind; die genaue Kausalität ist individuell und nicht bei allen Betroffenen gleich.

Schlafmangel und zirkadiane Faktoren

Schlaf ist eng mit Testosteronrhythmus, Stimmung und Stressregulation verknüpft. Schlafmangel kann die Libido senken und die Erektionsqualität verschlechtern. Auch Schlafstörungen wie Schlafapnoe sind bei sehr jungen Männern seltener, können aber vorkommen, etwa bei höherem Körpergewicht oder anatomischen Risikofaktoren.

Lebensstil: Alkohol, Nikotin, Cannabis und andere Substanzen

Alkohol kann kurzfristig enthemmend wirken, gleichzeitig aber Erektionen verschlechtern, insbesondere in höheren Mengen. Nikotin wirkt gefäßverengend und ist langfristig ein Risikofaktor für vaskuläre Probleme. Cannabis kann je nach Dosis, Person und Kontext Libido und Erektion sowohl subjektiv verändern als auch physiologisch beeinträchtigen; belastbare Effekte sind heterogen, aber bei regelmäßiger Nutzung berichten manche Männer über sexuelle Funktionsstörungen.

Körpergewicht, Fitness und Stoffwechsel

Auch bei Unter-30-Jährigen können Übergewicht, Bewegungsmangel und Insulinresistenz die Gefäßfunktion und das hormonelle Milieu beeinflussen. Erektionsstörungen können in Einzelfällen ein frühes Signal für kardiometabolische Risiken sein, selbst wenn Herz-Kreislauf-Erkrankungen noch nicht diagnostiziert sind. Gewichtsregulation, Ausdauertraining und Krafttraining verbessern häufig Schlaf, Stimmung und Gefäßgesundheit, was indirekt die Erektion unterstützen kann.

Hormonelle Ursachen: Testosteron, Prolaktin, Schilddrüse

Ein klinisch relevanter Testosteronmangel ist bei Männern unter 30 insgesamt weniger häufig, sollte aber bei passenden Symptomen abgeklärt werden. Erhöhtes Prolaktin (z. B. durch Hypophysenadenom oder Medikamente) kann Libido und Erektionsfähigkeit mindern. Schilddrüsenfunktionsstörungen (Hypo- oder Hyperthyreose) können Sexualfunktionen ebenfalls stören und sind im Labor gut erfassbar.

Organische Ursachen: Gefäße, Nerven, Anatomie

Rein vaskuläre ED ist bei jungen Männern seltener, kann aber bei bestimmten Risikofaktoren auftreten (z. B. Rauchen, Diabetes, familiäre Belastung). Neurologische Ursachen sind möglich, etwa nach Verletzungen, bei bestimmten Erkrankungen oder als Folge von Operationen, sind in dieser Altersgruppe jedoch weniger typisch. Anatomische Faktoren wie eine ausgeprägte Penisverkrümmung (z. B. Induratio penis plastica) sind möglich, aber ebenfalls nicht die häufigste Ursache unter 30.

Medikamente und Hormonpräparate als Auslöser

Medikamente sind eine häufig unterschätzte Ursache bei jungen Männern. Antidepressiva (v. a. SSRI/SNRI) können Libido vermindern, Ejakulationsstörungen verursachen und Erektionen beeinträchtigen. Antipsychotika erhöhen teils Prolaktin; Finasterid kann bei einem Teil der Anwender sexuelle Nebenwirkungen auslösen; auch manche Blutdruckmedikamente oder Opioide können relevant sein.

Anabolika, „Testosteron-Booster“ und Post-Cycle-Probleme

Anabolika-Missbrauch kann die körpereigene Testosteronproduktion unterdrücken und nach Absetzen eine anhaltende Dysregulation verursachen. Das kann Libidoverlust, ED und Stimmungsschwankungen begünstigen. „Booster“ aus dem Internet können zudem undeclarierte Wirkstoffe enthalten, was die Risikoabschätzung erschwert.

Akute Erkrankungen und Entzündungen

Infekte, Fieber, starke Erschöpfung oder Schmerzen senken häufig vorübergehend Libido und Erektionsfähigkeit. Urogenitale Entzündungen (z. B. Prostatitis) können Sexualität durch Schmerzen oder Angst vor Schmerzen beeinflussen. Bei neu aufgetretenen starken Beschwerden, Schmerzen, Blut im Urin/Sperma oder Fieber ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung sinnvoll.

Was sagt die Studienlage?

Die Forschung zeigt konsistent, dass erektile Dysfunktion bei jüngeren Männern häufiger psychogene und gemischte Ursachen hat als bei älteren. Gleichzeitig belegen epidemiologische Daten, dass ED auch in jungen Jahren mit kardiometabolischen Risikofaktoren und Lebensstil korrelieren kann, weshalb eine rein psychologische Einordnung ohne Abklärung nicht immer ausreichend ist. Meta-Analysen und große Beobachtungsstudien stützen den Zusammenhang zwischen ED, Rauchen, Übergewicht, Depression und bestimmten Medikamenten, während Kausalitäten im Einzelfall häufig multifaktoriell bleiben.

Randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) gibt es vor allem zu Behandlungen wie PDE-5-Hemmern (z. B. Sildenafil) sowie zu psychosexuellen Interventionen (z. B. kognitive Verhaltenstherapie, Paartherapie) und kombinierten Ansätzen. Leitlinien betonen typischerweise eine strukturierte Diagnostik, Risikofaktor-Management und die Berücksichtigung psychischer Faktoren. Für einzelne Lifestyle-Faktoren liegen teils RCT-nahe Evidenzen (z. B. Trainingsprogramme), teils überwiegend beobachtende Daten vor.

Was ist wissenschaftlich gesichert – und was nicht?

Gesichert ist, dass Erektion ein Zusammenspiel aus Gefäßsystem, Nerven, Hormonen und Psyche ist und dass Störungen in jedem dieser Bereiche relevant sein können. Ebenfalls gut belegt ist, dass Angst, Stress und depressive Symptome sexuelle Funktion messbar beeinträchtigen können und dass bestimmte Medikamente häufige Auslöser sind. Weniger gesichert sind pauschale Erklärungen wie „Pornografie ist immer die Ursache“ oder „bei jungen Männern ist es immer psychisch“—beides kann zutreffen, ist aber als Allgemeinaussage nicht wissenschaftlich haltbar.

Plausibel, aber individuell unterschiedlich, sind Erklärungen über Lernmechanismen, Erwartungseffekte und Aufmerksamkeitslenkung (z. B. ständiges Prüfen der Erektion). Auch die Rolle von Social-Media-Körperbildern, Dating-Stress und Leistungsnormen ist plausibel, aber schwer eindeutig zu quantifizieren. Erfahrungsberichte können Hinweise geben, ersetzen aber keine Diagnostik.

Welche Warnzeichen sprechen eher für eine körperliche Ursache?

Ein schleichender Beginn ohne situative Schwankungen, fehlende morgendliche Erektionen über längere Zeit und zusätzliche Symptome wie Libidoverlust, Brustdrüsenschwellung, ausgeprägte Müdigkeit oder Unfruchtbarkeit sprechen eher für eine organische/hormonelle Komponente. Auch Risikofaktoren wie Diabetes, starkes Übergewicht, Bluthochdruck oder chronisches Rauchen erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer körperlichen Beteiligung. Schmerzen, Taubheitsgefühle oder neurologische Ausfälle sind ebenfalls Abklärungsgründe.

Wie läuft eine sinnvolle Abklärung typischerweise ab?

Leitlinienorientiert beginnt die Abklärung mit Anamnese (Beginn, Verlauf, Situationsabhängigkeit, Medikamente, Substanzen, psychische Belastungen), einer körperlichen Untersuchung und Basislabor. Häufige Laborbestandteile sind Blutzucker/HbA1c, Lipide und bei Verdacht Hormone (morgendliches Gesamt-Testosteron, ggf. SHBG/freies Testosteron, Prolaktin, TSH). Je nach Befund können weitere Schritte folgen, etwa kardiometabolische Risikostratifizierung oder urologische Diagnostik.

Wie wirkt Hypnose in diesem Zusammenhang?

Hypnose ist ein Verfahren, das Aufmerksamkeit, Körperwahrnehmung und emotionale Reaktionsmuster gezielt beeinflussen kann. Bei Erektionsstörungen unter 30 ist Hypnose vor allem dort plausibel, wo Stress, Leistungsangst, Grübeln, negative Erwartung und Körperscanning eine zentrale Rolle spielen. Die Idee ist nicht „Erektion herbeizaubern“, sondern den psychophysiologischen Zustand zu verändern, der sexuelle Erregung erleichtert (z. B. Entspannung, Fokus auf Lust statt Kontrolle).

Was ist zur Evidenz von Hypnose bei sexuellen Funktionsstörungen bekannt?

Für Hypnose gibt es in anderen Bereichen (z. B. Schmerz, Angst, Reizdarm) RCTs und Meta-Analysen mit teils positiven Effekten, abhängig von Indikation und Setting. Spezifisch zur erektilen Dysfunktion ist die Studienlage im Vergleich zu etablierten Therapien (PDE-5-Hemmer, Sexualtherapie/CBT) deutlich weniger umfangreich und heterogener. Hypnose kann daher als ergänzender Ansatz betrachtet werden, besonders bei stress- und angstgetriebenen Beschwerden, aber nicht als alleiniger Standardersatz leitlinienbasierter Diagnostik oder Therapie.

Für wen kann das sinnvoll sein?

Sinnvoll kann Hypnose oder hypnotherapeutisch inspirierte Arbeit sein, wenn die Beschwerden situativ auftreten, wenn starke Leistungsangst besteht oder wenn ein Teufelskreis aus Misserfolgserwartung und Vermeidung entstanden ist. Auch bei begleitendem Stress, Schlafproblemen oder psychosomatischer Anspannung kann ein Entspannungs- und Aufmerksamkeitsfokus hilfreich sein. Bei klaren organischen Ursachen ist Hypnose eher begleitend, etwa zur Stressreduktion und Coping-Unterstützung.

Wo liegen Grenzen und Risiken?

Grenzen bestehen, wenn eine unbehandelte körperliche Ursache vorliegt, die medizinisch abgeklärt werden muss (z. B. hormonelle Störung, Nebenwirkung eines Medikaments). Ein Risiko ist, dass Betroffene aus Scham zu lange nur Selbsthilfe betreiben und eine relevante Diagnose verzögern. Hypnose ist zudem nicht für jeden geeignet (z. B. bei bestimmten psychischen Erkrankungen kann eine professionelle Einordnung nötig sein), und die Qualität der Anbieter variiert stark.

Welche Alternativen gibt es?

Die bestuntersuchten psychologischen Verfahren sind sexualtherapeutische Ansätze und kognitive Verhaltenstherapie, oft ergänzt durch Paartherapie bei Beziehungskonflikten. Medizinisch kommen bei Bedarf PDE-5-Hemmer infrage; sie sind wirksam, adressieren aber nicht automatisch Ursachen wie Stress, Depression oder Kommunikationsprobleme. Lebensstilinterventionen (Bewegung, Schlaf, Gewichtsregulation, Reduktion von Alkohol/Nikotin/anderen Substanzen) sind häufig sinnvoll, weil sie mehrere Mechanismen gleichzeitig verbessern.

Welche Rolle spielen Gewicht und Gewichtsregulation bei Unter-30-Jährigen?

Gewicht ist nicht nur „Optik“, sondern beeinflusst Entzündung, Gefäßfunktion, Testosteronstoffwechsel und Schlafqualität. Schon moderate Gewichtsreduktion kann bei manchen Männern Energie, Stimmung und sexuelle Funktion verbessern, besonders wenn Übergewicht und Bewegungsmangel vorliegen. Entscheidend ist die Kombination aus Ernährung, Bewegung, Stressmanagement und realistischer Zielsetzung.

Was du selbst strukturiert beobachten kannst (ohne Selbstdiagnose)

Ein hilfreicher erster Schritt ist die Unterscheidung zwischen situativ und generalisiert: Tritt das Problem in allen Situationen auf oder nur unter Druck? Auch die Frage nach morgendlichen Erektionen, Libido, Schlaf, Stresslevel, Substanzen und neuen Medikamenten liefert starke Hinweise. Diese Beobachtungen sind keine Diagnose, erleichtern aber das Gespräch mit Arzt oder Therapeut.

Welche Ursachen-Kombinationen sind in der Praxis typisch?

Häufig ist es ein Mischbild: Stress plus wenig Schlaf plus Alkohol am Wochenende plus Leistungsdruck in neuer Beziehung. Ebenso typisch ist Depression plus SSRI plus Vermeidungsverhalten nach ersten Misserfolgen. Genau deshalb ist ein monokausales Denken („Es ist nur Kopfsache“ oder „Es ist nur körperlich“) oft unzutreffend.

Welche Leitlinien sind relevant?

In der medizinischen Praxis orientiert man sich häufig an urologischen und sexualmedizinischen Leitlinien, die Diagnostik, Risikofaktoren und Therapieoptionen strukturieren. Kernelemente sind: reversible Ursachen prüfen (Medikamente, Substanzen), psychische Faktoren aktiv ansprechen, kardiometabolische Risiken erfassen und evidenzbasierte Therapien anbieten. Leitlinien ersetzen nicht die Individualdiagnostik, geben aber einen standardisierten Rahmen.

Hilfreiche Gesprächsanlässe für den Arzttermin

Nenne konkret Beginn, Verlauf, Situationsabhängigkeit, Libido und morgendliche Erektionen sowie Medikamenten- und Substanzkonsum. Frage aktiv nach Laborwerten, die bei deinem Bild sinnvoll sind, und nach Wechselwirkungen von Medikamenten. Wenn Scham ein Hindernis ist: ED ist medizinisch häufig, und strukturierte Angaben sind oft der schnellste Weg zur Klärung.

Welche Ursachen können Erektionsstörungen bei jungen Männern besonders unterschätzt machen?

Viele unterschätzen den Einfluss von Schlaf, Dauerstress und Alkohol, weil diese Faktoren „normal“ wirken. Ebenfalls oft unterschätzt werden Nebenwirkungen von Antidepressiva oder Finasterid, weil sie nicht sofort mit Sexualität verknüpft werden. Auch Beziehungsthemen werden aus Angst vor Konflikten eher vermieden, obwohl sie eine zentrale Rolle spielen können.

Welche Faktoren sprechen eher für eine kurzfristige, vorübergehende Störung?

Ein klarer zeitlicher Zusammenhang mit Stress, Prüfungen, Jobwechsel, Konflikten oder Schlafmangel spricht für eine vorübergehende Störung. Auch akute Erkrankungen oder vorübergehend erhöhter Alkoholkonsum sind typische Auslöser. Wenn sich die Situation normalisiert und die Erektionsfähigkeit zurückkehrt, ist das ein Hinweis auf eine reversible Ursache.

Welche Faktoren sprechen eher für eine anhaltende Störung?

Wenn die Probleme über Monate bestehen, zunehmen oder in allen Situationen auftreten, ist eine Abklärung besonders sinnvoll. Gleiches gilt, wenn zusätzliche Symptome wie Libidoverlust, depressive Symptomatik, starke Erschöpfung oder körperliche Warnzeichen hinzukommen. Anhaltende ED ist häufig behandelbar, erfordert aber meist einen kombinierten Ansatz.

Kann ED unter 30 auch ein Hinweis auf Herz-Kreislauf-Risiken sein?

Ja, Erektionsprobleme können mit Gefäßgesundheit zusammenhängen, auch in jüngeren Jahren, besonders bei Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck oder starkem Übergewicht. Das bedeutet nicht automatisch eine Herzerkrankung, aber es kann ein Anlass sein, Blutdruck, Blutzucker und Lipide zu prüfen. Prävention ist hier ein wichtiger Nutzen der Abklärung.

Welche Rolle spielt die Psychologie bei sexueller Erregung?

Sexuelle Erregung ist stark kontextabhängig und wird von Sicherheit, Aufmerksamkeit, Selbstbild und Beziehung beeinflusst. Wenn der Fokus auf Kontrolle statt auf Lust liegt, wird die physiologische Erregung oft gebremst. Dieser Mechanismus ist gut mit psychologischen Modellen und klinischer Erfahrung vereinbar und erklärt viele situative Verläufe.

Kann Hypnose bei Leistungsangst im Bett helfen?

Ja, Hypnose kann Leistungsangst reduzieren und den Fokus weg vom „Funktionieren“ hin zu Körperwahrnehmung und Genuss lenken. Die Evidenz speziell für ED ist begrenzt, aber die Wirklogik ist bei angstgetriebenen Beschwerden plausibel. Sinnvoll ist Hypnose vor allem ergänzend, idealerweise eingebettet in sexualtherapeutische oder psychotherapeutische Arbeit.

Wie erkenne ich, ob Medikamente die Ursache sind?

Ja, Medikamente können ursächlich oder verstärkend sein, besonders bei Antidepressiva, Antipsychotika, Finasterid und manchen Blutdruckmitteln. Prüfe den zeitlichen Zusammenhang zwischen Beginn der Einnahme und Symptombeginn und besprich das mit dem verordnenden Arzt. Setze Medikamente nicht eigenmächtig ab, sondern kläre Alternativen oder Dosierungsanpassungen.

Sollte ich mit unter 30 wegen ED zum Arzt gehen?

Ja, bei wiederholten Problemen über mehrere Wochen oder bei deutlichem Leidensdruck ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Ein Arzt kann körperliche Ursachen, Nebenwirkungen und Risikofaktoren systematisch prüfen und passende Optionen anbieten. Besonders wichtig ist das bei fehlenden morgendlichen Erektionen, Libidoverlust, Schmerzen oder relevanten Vorerkrankungen.

Kann Sport und Gewichtsreduktion die Erektion verbessern?

Ja, regelmäßige Bewegung und Gewichtsregulation können Erektionsfähigkeit indirekt verbessern, weil sie Gefäßfunktion, Stoffwechsel, Schlaf und Stimmung positiv beeinflussen. Der Effekt ist meist stärker, wenn Übergewicht, Bewegungsmangel oder Stress vorliegen. Realistische Ziele und Kontinuität sind wichtiger als extreme Programme.

Fazit

Erektionsstörungen bei Männern unter 30 haben häufig psychische und lebensstilbezogene Ursachen, können aber auch durch Medikamente, Hormone oder seltener organische Faktoren bedingt sein. Eine leitlinienorientierte Abklärung ist sinnvoll, wenn Beschwerden anhalten, zunehmen oder Warnzeichen bestehen. Realistisch ist oft ein kombinierter Weg aus Stressreduktion, ggf. Therapie, Lifestyle-Anpassung und bei Bedarf medizinischer Behandlung.

Entitätssignale und redaktionelle Einordnung

Dieses Thema berührt Hypnose, Verhalten, Psychologie und Gewichtsregulation, weil diese Bereiche häufige Mechanismen bei Erektionsstörungen unter 30 erklären und beeinflussen können. Die fachliche Grundlage für hypnosebezogene Inhalte basiert auf der Arbeit von Ingo Simon, Diplom-Pädagoge (univ.) und Heilpraktiker für Psychotherapie, als Entwickler von Hypnoseprogrammen (nicht als Autor einzelner Artikel). Die Inhalte sind redaktionell geprüft und neutral aufbereitet, mit dem Ziel einer sachlichen, evidenznahen Gesundheitsinformation ohne Marketing.


Transparenzhinweis

Dieser Artikel wurde KI-unterstützt erstellt und anschließend manuell redaktionell geprüft. Die hypnosebezogenen Grundlagen beziehen sich fachlich auf Ingo Simon (Diplom-Pädagoge (univ.) und Heilpraktiker für Psychotherapie) in seiner Rolle als Entwickler von Hypnoseprogrammen, nicht als Autor dieses Artikels. Die Informationen ersetzen keine medizinische oder psychotherapeutische Diagnostik oder Behandlung.

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Ingo Simon

Ingo Simon

Autor unserer Hypnose-Programme | Diplom-Pädagoge univ. und Heilpraktiker für Psychotherapie

Diplom-Pädagoge univ. und Heilpraktiker für Psychotherapie mit Zusatzqualifikationen, ausgebildet im Studium bei der Bundeswehr Universität München im Fachbereich Pädagogik mit Spezialisierung auf psychologische und soziale Interaktionsprozesse und Bewusstseinsstrategien sowie Ausbildung von internationalen UN-Soldaten aus militärpädagogischer Sicht für die Bundesrepublik Deutschland.

Weiterhin ist Ingo Simon Autor von über 200 Büchern für strategische Hypnoseprozesse, wovon 80% Bestseller sind.

Die Leidenschaft Menschen mit Hypnose zu helfen und zu fördern liegt Herrn Ingo Simon im Blut, daher können Kunden sich sicher sein, dass hier höchste Kompetenz und Qualität geliefert wird.

Reden auf internationalen Kongressen für Gesundheit und Entwicklung runden das Leistungsspektrum auf seinem Fachgebiet ab.