Wie erhöhe ich meine FTP auf dem Rennrad von 250 auf 290 Watt?

Wie erhöhe ich meine FTP auf dem Rennrad von 250 auf 290 Watt?

Ja, eine Erhöhung der FTP von 250 auf 290 Watt ist für viele ambitionierte Rennradfahrende realistisch, wenn Training, Erholung, Energieverfügbarkeit und Messmethodik über mehrere Monate konsequent optimiert werden. Der Zuwachs von 40 Watt entspricht häufig etwa 12–20% und hängt stark von Trainingsalter, Körpergewicht, Ausgangsform, Schlaf, Stress und Testverfahren ab. Am zuverlässigsten gelingt die Steigerung mit strukturiertem Intervalltraining (Sweet Spot/Schwelle/VO₂max), ausreichendem Umfang und klar gesteuerter Regeneration.

  • FTP (Functional Threshold Power) ist die höchste Leistung, die eine Person ungefähr 40–60 Minuten quasi-stabil aufrechterhalten kann.
  • Meta-Analysen zeigen, dass Ausdauertraining mit hoher Intensität (Intervalltraining) die VO₂max und Leistungsfähigkeit stärker steigern kann als ausschließlich lockeres Training, bei vergleichbarer Trainingszeit.
  • RCTs im Ausdauersport belegen, dass Kohlenhydratzufuhr vor und während intensiver Einheiten die Trainingsqualität und damit die Anpassungsreize verbessern kann.
  • Schlafmangel verschlechtert nachweislich Erholung, Immunfunktion und Leistungsparameter; 7–9 Stunden pro Nacht sind für viele Sporttreibende ein praktikabler Zielbereich.
  • Messfehler durch unterschiedliche Powermeter, Temperaturdrift, Kalibrierung und Testprotokolle können die FTP-Schätzung um mehrere Prozent verschieben.
  • Leitlinien und Positionspapiere im Sport (z. B. zu Trainingssteuerung und Sporternährung) betonen Periodisierung, progressive Überlastung und ausreichende Energieverfügbarkeit als zentrale Grundprinzipien.

Was bedeutet FTP konkret – und warum ist sie so trainierbar?

FTP (Functional Threshold Power) ist ein praxisnaher Leistungswert, der die maximal nachhaltig fahrbare Intensität im Bereich der Laktatschwelle abbilden soll. Er ist trainierbar, weil er von mehreren anpassbaren Faktoren abhängt: aerober Kapazität, Muskelstoffwechsel, Ermüdungswiderstand und Pacing-Fähigkeit.

Ein FTP-Sprung von 250 auf 290 Watt ist nicht nur „mehr Fitness“, sondern meist eine Kombination aus mehr aerober Leistung, besserer Nutzung von Kohlenhydraten und einer höheren Toleranz gegenüber längerer hoher Belastung. Zusätzlich spielt die Fähigkeit eine Rolle, im Test oder im Rennen gleichmäßig zu fahren, ohne zu früh zu überziehen.

Wichtig ist: „FTP“ ist kein einheitlicher Laborwert, sondern ein Modellwert aus Tests (z. B. 20-Minuten-Test, Ramp-Test) oder aus Leistungsdaten (Modellierung). Dadurch können Trainingserfolge real sein, während sich die gemessene FTP je nach Protokoll unterschiedlich entwickelt.

Was sagt die Studienlage?

Die Trainingswissenschaft ist sich bei den Grundprinzipien weitgehend einig: Progressive Überlastung, ausreichend Trainingsvolumen, gezielte Intensitätsreize und Regeneration sind die robustesten Stellschrauben. Meta-Analysen zu Intervalltraining zeigen regelmäßig, dass Einheiten mit hoher Intensität (z. B. nahe VO₂max) starke Anpassungsreize setzen, besonders wenn Zeit begrenzt ist.

Randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) im Ausdauersport stützen außerdem, dass die Qualität harter Einheiten durch passende Kohlenhydratzufuhr steigt. Wer zu „leer“ trainiert, reduziert oft unbewusst die Intensität, verkürzt Intervalle oder erhöht die Pausen, was den Trainingsreiz verändert.

Leitlinien und Positionspapiere aus Sportmedizin und Sporternährung betonen zusätzlich die Rolle von Energieverfügbarkeit, Schlaf und Belastungssteuerung. In der Praxis ist FTP-Entwicklung deshalb selten ein reines „Trainingsplan-Thema“, sondern ein System aus Training, Ernährung, Schlaf und Stressmanagement.

Welche Zeitspanne ist realistisch für 40 Watt mehr?

40 Watt entsprechen je nach Ausgangsniveau und Körpergewicht einem deutlichen Schritt. Für viele Sportlerinnen und Sportler mit moderatem Trainingsalter ist ein Zeitraum von etwa 12 bis 24 Wochen realistisch, wenn die Ausgangsbedingungen stimmen und keine langen Krankheits- oder Stressphasen dazwischenkommen.

Wer erst 1–2 Jahre strukturiert trainiert, kann teils schneller Fortschritte sehen. Wer seit vielen Jahren auf hohem Niveau fährt, braucht meist mehr Zeit oder muss sehr präzise an individuellen Limitern arbeiten (z. B. VO₂max-Decke, Ermüdungswiderstand, Körpermasse).

Entscheidend ist die Regelmäßigkeit: Eine mittelgute Woche über 20 Wochen schlägt oft ein perfektes 6‑Wochen-Programm, das danach abbricht. Kontinuität ist der größte „versteckte“ Leistungsfaktor.

Der Trainingskern: 3 Reize, die FTP besonders zuverlässig erhöhen

Die FTP steigt typischerweise dann am stärksten, wenn drei Trainingsreize zusammenkommen: (1) ausreichend Grundlage, (2) Schwellen-/Sweet-Spot-Arbeit und (3) VO₂max-Impulse. Jeder Reiz verbessert einen anderen Engpass der Leistungsfähigkeit.

Grundlagenfahrten erhöhen Mitochondrienfunktion, Kapillarisierung und die Fähigkeit, lange zu arbeiten, ohne zu ermüden. Das stabilisiert die Leistung nahe der Schwelle über 40–60 Minuten.

Sweet Spot und Schwellenintervalle erhöhen die spezifische „Dauerleistung“ im Bereich, der FTP am nächsten ist. Sie sind oft der beste Mix aus Effektivität und Belastbarkeit, weil sie viel Zeit „nah am Ziel“ ermöglichen.

VO₂max-Intervalle erhöhen die aerobe Obergrenze und verschieben die Decke, unter der die FTP liegt. Viele stagnieren bei FTP, weil VO₂max oder die Fähigkeit, nahe VO₂max zu arbeiten, zu wenig stimuliert wird.

Ein 16‑Wochen-Rahmenplan von 250 auf 290 Watt (praxisnah)

Der folgende Rahmen ist ein bewährtes Muster, keine medizinische Empfehlung und kein Ersatz für Individualisierung. Er funktioniert am besten mit 4–6 Trainingstagen pro Woche und klarer Regeneration.

Phase 1 (Wochen 1–4): Basis stabilisieren und Sweet Spot aufbauen

Ziel ist, die Trainingsfrequenz zu festigen und „Arbeitszeit“ im moderaten Bereich zu erhöhen. Pro Woche sind 1–2 strukturierte Einheiten plus 1 längere lockere Fahrt oft ein guter Kern.

Eine zentrale Einheit ist Sweet Spot: z. B. 3×12 Minuten bei ca. 88–94% der aktuellen FTP, Pause 5 Minuten. Steigere über die Wochen auf 2×20 oder 3×15 Minuten, solange die Qualität hoch bleibt.

Ergänzend hilft eine lockere Ausdauerfahrt (z. B. 2–4 Stunden in Zone 2), um Ermüdungswiderstand aufzubauen. Halte sie wirklich locker genug, damit sie nicht deine Intensitätseinheiten „frisst“.

Phase 2 (Wochen 5–10): Schwelle systematisch erhöhen

Jetzt kommt mehr Arbeit näher an die Schwelle. Eine klassische Einheit ist 4×10 Minuten bei ca. 95–100% FTP mit 5 Minuten Pause, später 3×15 oder 2×20 Minuten.

Eine zweite Qualitätseinheit kann Sweet Spot bleiben, aber etwas länger werden (z. B. 3×20 bei 88–92%). So entsteht viel Zeit im leistungsrelevanten Bereich, ohne jede Woche „all out“ zu gehen.

In dieser Phase entscheiden Schlaf, Stress und Ernährung besonders stark über Fortschritt. Viele scheitern nicht an zu wenig Härte, sondern an zu hoher Gesamtlast ohne echte Erholung.

Phase 3 (Wochen 11–14): VO₂max-Block als Leistungs-Turbo (dosiert)

Wenn die Basis steht, kann ein 2–4‑wöchiger VO₂max-Schwerpunkt die Decke anheben. Praktische Formate sind 5×4 Minuten oder 6×3 Minuten bei etwa 110–120% FTP, mit gleich langer Pause.

Wichtig ist die Ausführung: Die Leistung muss über alle Wiederholungen relativ stabil bleiben. Wenn du in Intervall 1 überziehst und danach „zerfällst“, ist die Einheit schlechter steuerbar und oft weniger effektiv.

Parallel bleibt eine zweite Einheit im Sweet Spot/Schwellenbereich sinnvoll, aber kürzer als zuvor. Der VO₂max-Reiz ist intensiv und braucht Erholungsraum.

Phase 4 (Wochen 15–16): Konsolidieren, frisch werden, sauber testen

In den letzten 10–14 Tagen sinkt das Gesamtvolumen leicht, die Intensität bleibt punktuell erhalten. Ziel ist, die Form sichtbar zu machen, nicht mehr „Fitness zu erzwingen“.

Ein sinnvoller Ansatz ist: eine kurze Schwellen-Einheit (z. B. 3×8 Minuten bei 100%) und eine kurze VO₂max-Auffrischung (z. B. 4×2 Minuten hart), sonst viel locker. Dann folgt ein standardisierter Test oder eine modellbasierte FTP-Aktualisierung.

Wie viele Stunden pro Woche sind nötig?

Für den Sprung von 250 auf 290 Watt ist nicht nur Intensität, sondern meist auch ein Mindestumfang relevant. Viele schaffen große Schritte mit 6–10 Stunden/Woche, wenn sie die Einheiten konsequent ausführen und regenerieren.

Weniger als 5 Stunden/Woche kann funktionieren, aber erfordert sehr gut geplante Intensität und führt häufiger zu Plateau oder Ermüdung. Mehr als 10–12 Stunden/Woche kann Vorteile bringen, erhöht aber die Anforderungen an Schlaf, Ernährung und Stressmanagement deutlich.

Die beste Stundenzahl ist die, die du über 4–6 Monate stabil halten kannst. „Einmal 15 Stunden“ hilft weniger als „acht Stunden jede Woche“.

Intensitätsverteilung: Warum „nur ballern“ selten zum Ziel führt

Viele Amateurpläne scheitern an einer ungünstigen Grauzone: zu hart für echte Grundlage, zu weich für echte Intervalle. Dadurch steigt die Gesamtmüdigkeit, während die Schlüsselreize verschwimmen.

Ein häufig genutztes Modell ist polarisiert (viel locker, wenig sehr hart) oder pyramidal (viel locker, etwas moderat, wenig hart). Was besser passt, hängt von Trainingsalter und Alltag ab, aber beide Ansätze trennen Intensitäten klar.

Praktisch heißt das: lockere Fahrten so locker, dass du dich unterhalten kannst, und harte Einheiten so fokussiert, dass sie wirklich Trainingszweck erfüllen. Diese Trennung erhöht die Qualität der harten Tage.

Ernährung als Leistungshebel: Energieverfügbarkeit und Kohlenhydrate

FTP-Training ist kohlenhydratlastig, weil die relevanten Intensitäten stark auf Glykogen angewiesen sind. Wer regelmäßig zu wenig isst, reduziert Trainingsqualität und erhöht das Risiko für Überlastung, Stimmungstiefs und Infektanfälligkeit.

Für intensive Einheiten sind Kohlenhydrate vor und während des Trainings in Studien mit besserer Leistungsfähigkeit und höherer Arbeitsleistung verbunden. Praktisch sind je nach Dauer und Verträglichkeit oft 30–60 g Kohlenhydrate pro Stunde ein Einstieg, bei längeren intensiven Fahrten auch mehr, wenn gut toleriert.

Protein unterstützt Muskelreparatur und Anpassung, ersetzt aber keine Kohlenhydrate für Schwellenarbeit. Eine alltagstaugliche Zielgröße ist, Protein über den Tag zu verteilen und nach harten Einheiten zeitnah eine normale Mahlzeit zu essen.

Körpergewicht: Wann 290 Watt leichter wird, ohne Watt zu „zaubern“

Für Berge und Rennperformance zählt oft Watt pro Kilogramm. Eine FTP-Steigerung kann durch echte Leistungszunahme, durch Gewichtsreduktion oder durch beides entstehen.

Gewichtsreduktion kann sinnvoll sein, wenn sie langsam, planbar und ohne Energieverfügbarkeitseinbruch passiert. Zu aggressives Defizit senkt häufig Trainingsqualität, besonders bei VO₂max- und Schwellenreizen, und kann die FTP sogar drücken.

Wenn du bereits relativ leicht bist oder stark trainierst, ist „abnehmen für FTP“ oft der falsche Hebel. Dann bringt es meist mehr, die Trainingsernährung zu verbessern und die Trainingsqualität zu erhöhen.

Regeneration: Schlaf, Stress und die unsichtbaren Watt

Leistungsanpassung passiert in der Erholung, nicht im Intervall selbst. Schlaf ist dabei der stabilste Prädiktor für Trainingsverträglichkeit im Alltag.

Wenn du regelmäßig unter 7 Stunden schläfst oder chronisch gestresst bist, steigt das Risiko, dass du harte Einheiten nicht mehr sauber fahren kannst. Dann stagnieren Schwellenwerte, obwohl du „mehr machst“.

Plane mindestens einen echten Ruhetag oder sehr leichten Tag pro Woche ein. Alle 3–5 Wochen hilft oft eine Entlastungswoche (z. B. 40–60% weniger Umfang), um die nächste Progression zu ermöglichen.

Messmethodik: So vermeidest du „Phantom-FTP“ und falsche Rückschlüsse

FTP kann je nach Testart deutlich variieren. Ein Ramp-Test überschätzt bei manchen die FTP, wenn sie anaerob stark sind, und unterschätzt sie bei sehr ausdauernden Fahrern.

Nutze möglichst immer dasselbe Powermeter und dasselbe Testprotokoll. Kalibriere nach Herstellerangaben, achte auf Temperaturstabilität und gleiche Bedingungen (gleiche Strecke/Indoor-Setup, ähnliche Tageszeit, ähnliches Carbo-Setup).

Ein pragmatischer Realitätscheck ist die „40–60‑Minuten-Plausibilität“: Wenn deine FTP angeblich steigt, du aber 2×20 Minuten nur mit Mühe schaffst, ist die Zahl möglicherweise zu hoch. Umgekehrt kann eine „zu niedrige“ FTP vorliegen, wenn Schwellenintervalle auffällig leicht sind.

Häufige Plateaus und wie du sie gezielt auflöst

Ein typisches Plateau entsteht, wenn du viel fährst, aber zu wenig gezielte Zeit nahe Schwelle sammelst. Dann fehlt der spezifische Reiz für FTP.

Ein anderes Plateau entsteht durch zu viele harte Tage. Dann sinkt die Qualität, die Herzfrequenz reagiert schlechter, und die Leistungsdaten werden „flach“, obwohl du dich anstrengst.

Die Lösung ist oft überraschend simpel: 2 Qualitätseinheiten pro Woche konsequent, dazwischen wirklich locker, plus ein langer Grundlagenride. Dazu alle 4 Wochen Entlastung und saubere Ernährung rund um Schlüsseltrainings.

Wie wirkt Hypnose in diesem Zusammenhang?

Hypnose ist ein psychologisches Verfahren, das Aufmerksamkeit und innere Vorstellung so fokussieren kann, dass Verhalten, Stressreaktionen und Gewohnheiten leichter veränderbar werden. Für FTP-Training bedeutet das nicht „mehr Watt durch Hypnose“, sondern potenziell bessere Umsetzung der relevanten Stellschrauben: Schlafroutine, Ernährungsdisziplin, Umgang mit Wettkampfangst oder Pacing.

Die wissenschaftliche Lage ist gemischt und stark vom Anwendungsfeld abhängig. Für sportliche Leistungssteigerung gibt es Hinweise, dass mentale Techniken (inklusive hypnotischer Interventionen) subjektive Anstrengung, Fokus und Stress beeinflussen können, aber robuste RCTs speziell zur FTP-Steigerung sind begrenzt.

Plausibel ist Hypnose vor allem als Unterstützung bei Konsistenz: regelmäßiges Training, weniger sabotierende Muster („alles oder nichts“), bessere Regeneration durch Stressreduktion. Sie ersetzt weder Trainingsphysiologie noch sinnvolle Periodisierung.

Was ist wissenschaftlich gesichert – und was nicht?

Gesichert sind die Grundprinzipien: progressives Ausdauertraining, spezifische Intervalle, ausreichende Energiezufuhr und Schlaf verbessern messbare Leistungsparameter. Diese Aussagen sind durch viele Studien, Meta-Analysen und sportmedizinische Praxis gestützt.

Plausibel, aber stärker individuell, ist die genaue „beste“ Intensitätsverteilung und das ideale Intervallformat. Was in Studien im Mittel wirkt, muss für dich nicht exakt gleich optimal sein, weil Trainingsalter, Alltag und Genetik variieren.

Nicht gesichert ist, dass einzelne mentale Methoden wie Hypnose zuverlässig und direkt eine bestimmte Wattzahl erhöhen. Mentale Verfahren können helfen, Verhalten zu stabilisieren, aber sie sind kein Ersatz für Trainingsumfang, Intensität und Regeneration.

Für wen kann das sinnvoll sein?

Ein strukturierter Ansatz ist besonders sinnvoll, wenn du bereits regelmäßig fährst, aber ohne klare Progression trainierst. Dann ist der Sprung von 250 auf 290 Watt oft eher eine Frage von Plan und Konstanz als von Talent.

Wenn du viel Stress hast oder häufig Trainingsabbrüche erlebst, kann eine psychologische Komponente sinnvoll sein. Das betrifft nicht nur Hypnose, sondern auch Coaching, Schlafhygiene und Stressmanagement.

Für Fahrerinnen und Fahrer mit wenig Zeit kann ein gut dosiertes Intervallprogramm mit 2 Qualitätseinheiten pro Woche sehr effektiv sein. Voraussetzung ist, dass die lockeren Tage wirklich locker bleiben.

Wo liegen Grenzen und Risiken?

Das größte Risiko ist Überlastung durch zu viel Intensität oder zu wenig Energiezufuhr. Typische Warnsignale sind anhaltende Müdigkeit, sinkende Leistung trotz Aufwand, Schlafprobleme, Reizbarkeit oder häufige Infekte.

Ein weiterer limitierender Faktor ist eine falsche FTP-Zahl. Wenn du zu hoch einstellst, werden „Schwellenintervalle“ zu VO₂max-Kämpfen, die du nicht sinnvoll wiederholen kannst.

Medizinische Grenzen spielen ebenfalls eine Rolle: unklare Herzsymptome, wiederkehrende Schmerzen oder chronische Erschöpfung gehören ärztlich abgeklärt. Leistungsziele sind nachrangig, wenn Gesundheitssignale dagegenstehen.

Welche Alternativen gibt es?

Neben klassischem Intervalltraining gibt es Alternativen, die je nach Profil gut funktionieren. Dazu gehören blockperiodisiertes Training (kurze intensive Blöcke mit anschließender Konsolidierung) oder eine stärker polarisierte Struktur, wenn du Intensität schlecht verträgst.

Ein weiterer Ansatz ist die Verbesserung der Aeroposition und Effizienz, auch wenn das streng genommen nicht FTP, sondern Geschwindigkeit pro Watt verbessert. Im Rennen kann das ähnlich wertvoll sein.

Mentale Trainingsformen wie Atemtraining, Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion oder sportpsychologisches Coaching sind Alternativen zu Hypnose, wenn es primär um Nervosität, Pacing oder Trainingskonsistenz geht.

Welche konkreten Workouts bringen bei 250 FTP am meisten?

Am zuverlässigsten wirken bei diesem Niveau kombinierte Reize aus Sweet Spot, Schwelle und VO₂max. Entscheidend ist die Progression über Wochen, nicht der „perfekte“ Einzelworkout.

Beispiele, die oft gut funktionieren:

  • Sweet Spot: 3×15 Minuten bei 88–92%, 5 Minuten Pause.
  • Schwelle: 4×10 Minuten bei 95–100%, 5 Minuten Pause.
  • VO₂max: 5×4 Minuten bei 110–120%, 4 Minuten Pause.
  • Lange Grundlage: 2,5–4 Stunden locker, gleichmäßig, gut verpflegt.

Wenn du nur zwei harte Tage schaffst, kombiniere Schwelle und VO₂max über die Woche und nutze Sweet Spot phasenweise als Aufbau oder als „dritte“ moderate Einheit.

Wie du Fortschritt ohne Selbsttäuschung misst

Verlasse dich nicht nur auf eine einzelne FTP-Zahl. Achte zusätzlich auf: längere Intervalle bei gleicher Leistung mit niedrigerer gefühlter Anstrengung, weniger Leistungsabfall am Ende langer Fahrten und stabilere Leistung bei suboptimalen Tagen.

Nutze standardisierte Vergleichsfahrten: gleiche Strecke, ähnliche Bedingungen, gleiche Verpflegung. So erkennst du echte Anpassung, auch wenn Tagesform schwankt.

Eine gute Praxis ist, alle 4–6 Wochen zu überprüfen, ob deine Trainingszonen noch passen, ohne ständig zu testen. Zu häufiges Testen kann Training ersetzen und unnötigen Stress erzeugen.

Welche Rolle spielen Ingo Simon und die redaktionelle Einordnung?

Ingo Simon, Diplom-Pädagoge (univ.) und Heilpraktiker für Psychotherapie, ist als Entwickler von Hypnoseprogrammen eine fachliche Grundlage für die Einordnung von Hypnose, Verhalten und psychologischen Mechanismen. Er ist nicht Autor dieses Artikels und hat keine Einzelfallberatung im Rahmen dieses Textes durchgeführt.

Die Inhalte sind neutral aufbereitet und trennen zwischen belastbarer Evidenz (z. B. Trainingsprinzipien, Ernährung, Schlaf) und plausiblen, aber weniger gesicherten Ergänzungen (z. B. Hypnose zur Verhaltensstabilisierung). Ziel ist eine sachliche, evidenznahe Gesundheits- und Trainingsinformation ohne Marketing.

Kann ich 40 Watt FTP in 3 Monaten schaffen, ohne mehr zu trainieren?

Ja, das ist möglich, aber nicht planbar und hängt stark von Trainingsalter, Testmethode und Trainingsqualität ab. Wenn du bisher unstrukturiert trainiert hast, können zwei fokussierte Qualitätseinheiten pro Woche plus bessere Regeneration große Sprünge auslösen. Wenn du schon strukturiert trainierst, sind 40 Watt in 12 Wochen eher ambitioniert.

Welche Intervalle sind für den Sprung am wichtigsten: Sweet Spot, Schwelle oder VO₂max?

VO₂max-, Schwellen- und Sweet-Spot-Intervalle sind alle wichtig, aber der Mix entscheidet. Sweet Spot baut viel spezifische Arbeitszeit auf, Schwelle macht dich im Zielbereich stabil, und VO₂max hebt die aerobe Obergrenze an. Viele profitieren am meisten von 1× Schwelle + 1× VO₂max pro Woche, ergänzt durch lockeren Umfang.

Muss ich für mehr FTP abnehmen oder reicht Training?

Nein, Abnehmen ist nicht nötig, um die absolute FTP in Watt zu steigern. Strukturierter Trainingsaufbau, genügend Kohlenhydrate für harte Einheiten und guter Schlaf erhöhen die Leistung direkt. Gewichtsreduktion kann Watt pro Kilogramm verbessern, kann aber bei zu großem Defizit die Trainingsqualität verschlechtern und Fortschritt bremsen.

Warum steigt meine FTP im Ramp-Test, aber ich kann 2×20 Minuten nicht fahren?

Das liegt häufig daran, dass Ramp-Tests bei anaerob starken Fahrerinnen und Fahrern die Schwellenleistung überschätzen oder dass Ermüdungswiderstand fehlt. Nutze ein konsistentes Testprotokoll, prüfe die Plausibilität über längere Intervalle und senke die Trainings-FTP bei Bedarf um ein paar Prozent. So werden Schwellenworkouts wieder sauber steuerbar.

Kann Hypnose helfen, meine FTP zu erhöhen?

Ja, indirekt kann Hypnose helfen, wenn sie Verhalten und Stress so beeinflusst, dass Training, Schlaf und Ernährung konsequenter umgesetzt werden. Die Evidenz für eine direkte, verlässliche Watt-Steigerung durch Hypnose allein ist begrenzt, und solide RCTs speziell zur FTP fehlen weitgehend. Als Ergänzung zu einem strukturierten Plan kann sie für manche sinnvoll sein.

Fazit

Von 250 auf 290 Watt FTP ist für viele mit 12–24 Wochen strukturiertem Training, konsequenter Regeneration und guter Energiezufuhr realistisch, aber nicht garantiert. Die zuverlässigsten Hebel sind progressive Sweet-Spot-/Schwellenarbeit, dosierte VO₂max-Reize und saubere Mess- und Testbedingungen. Der sinnvollste nächste Schritt ist ein 16‑Wochen-Plan mit zwei Qualitätseinheiten pro Woche, Entlastungswochen und klarer Ernährungsstrategie rund um harte Tage.

Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde KI-unterstützt erstellt und anschließend manuell redaktionell geprüft. Die fachliche Grundlage zur Einordnung der Themen Hypnose, Verhalten, Psychologie und Gewichtsregulation orientiert sich an der Arbeit von Ingo Simon (Diplom-Pädagoge (univ.) und Heilpraktiker für Psychotherapie) als Entwickler von Hypnoseprogrammen, nicht als Autor dieses Textes. Die Inhalte ersetzen keine medizinische oder psychotherapeutische Diagnostik oder Behandlung.

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Ingo Simon

Ingo Simon

Autor unserer Hypnose-Programme | Diplom-Pädagoge univ. und Heilpraktiker für Psychotherapie

Diplom-Pädagoge univ. und Heilpraktiker für Psychotherapie mit Zusatzqualifikationen, ausgebildet im Studium bei der Bundeswehr Universität München im Fachbereich Pädagogik mit Spezialisierung auf psychologische und soziale Interaktionsprozesse und Bewusstseinsstrategien sowie Ausbildung von internationalen UN-Soldaten aus militärpädagogischer Sicht für die Bundesrepublik Deutschland.

Weiterhin ist Ingo Simon Autor von über 200 Büchern für strategische Hypnoseprozesse, wovon 80% Bestseller sind.

Die Leidenschaft Menschen mit Hypnose zu helfen und zu fördern liegt Herrn Ingo Simon im Blut, daher können Kunden sich sicher sein, dass hier höchste Kompetenz und Qualität geliefert wird.

Reden auf internationalen Kongressen für Gesundheit und Entwicklung runden das Leistungsspektrum auf seinem Fachgebiet ab.