Zum Hauptinhalt springen
Startseite
Über Ingo Simon Methodik Bücher (349) Glossar Audio-Hypnose Für Anfänger Video-Erfahrungen Blog Stimme testen Kunden-Login Programm bei Tinnitus
Tinnitus · Behandlung
Audio-Programm: Hypnose bei Tinnitus →

Tinnitus-Behandlung: Welche Therapien helfen wirklich?

Infusionen, Tabletten, Geräte, Apps: Rund um die Tinnitus-Behandlung gibt es viele Angebote und viele Versprechen. Welche Therapien die Leitlinie empfiehlt, was Studien zeigen und was Sie ehrlicherweise erwarten können.

Stand: Redaktioneller Beitrag · quellenbasiert Redaktionell geprüft

Tinnitus-Behandlung: Die kurze Antwort

Die Tinnitus-Behandlung richtet sich danach, wie lange das Ohrgeräusch besteht: Ein neuer Tinnitus gehört zuerst in die HNO-Praxis, bei gleichzeitiger Hörminderung zeitnah. Beim chronischen Tinnitus empfiehlt die deutsche S3-Leitlinie eine ausführliche Beratung als Grundlage, eine Verhaltenstherapie und bei Hörverlust ein Hörgerät. Von Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln rät sie ab (Mazurek und Kollegen, 2022). Ziel der belegten Verfahren ist meist, dass der Tinnitus weniger belastet, nicht vollständige Stille.

Wenn Sie das kennen: Audio-Programm TinnitusDas Pfeifen oder Rauschen ist immer da, besonders in stillen Momenten, und raubt Konzentration und Schlaf. Die Audio-Hypnosen hören Sie zu Hause im Browser, und sie können Sie dabei begleiten, dem Geräusch weniger Aufmerksamkeit zu schenken und gelassener damit umzugehen. Das Ohrgeräusch selbst lässt sich so nicht abstellen, und eine HNO-ärztliche Abklärung ersetzt das Programm nicht.20 Hypnosen à 75 Minuten, professionell eingesprochen: einzeln 129 € einmalig oder im Jahresabo mit allen 115 Programmen für 99 €/JahrProgramm Tinnitus ansehen: Inhalt, Stimmprobe, Preise →
Allgemeine Stimmprobe, kein Ausschnitt des konkreten Programms:
Direkt zum Jahresabo-Bestellformular (99 €/Jahr) →

Akuter Tinnitus: zuerst zur HNO-Praxis

Ein Ohrgeräusch, das neu auftritt, sollte ärztlich angeschaut werden, damit behandelbare Ursachen wie ein Hörsturz, ein Ohrschmalzpfropf oder eine Mittelohrentzündung nicht übersehen werden. Hören Sie gleichzeitig schlechter oder fühlt sich das Ohr dumpf an, gehen Sie zeitnah in eine HNO-Praxis. Akuter Tinnitus mit Hörverlust wird nach den Empfehlungen zum Hörsturz behandelt, also unter Umständen mit Kortison (Mazurek und Kollegen, 2022). Wie es danach weitergehen kann, lesen Sie unter Tinnitus nach Hörsturz: Geht er wieder weg? Wann ein Ohrgeräusch harmlos ist und wann nicht, erklärt der Beitrag Ist Tinnitus gefährlich?

Tal mit Fluss in ruhigem Licht

Tinnitus-Therapie bei chronischem Tinnitus

Als chronisch gilt Tinnitus, wenn er seit mindestens drei Monaten besteht. Für diese Phase gibt die S3-Leitlinie „Chronischer Tinnitus“ klare Empfehlungen (Mazurek und Kollegen, 2022):

  • Beratung als Grundlage: Jede Behandlung beginnt mit einer Erklärung der Befunde. Sie soll Ängste nehmen und überzogene Erwartungen dämpfen.
  • Verhaltenstherapie: Sie wird mit dem höchsten Empfehlungsgrad empfohlen. Am besten untersucht ist die tinnitusspezifische kognitive Verhaltenstherapie.
  • Hörgerät bei Hörverlust: Wer zusätzlich schlechter hört, sollte ein Hörgerät erhalten. Details dazu lesen Sie unter Hilft ein Hörgerät bei Tinnitus?
  • Cochlea-Implantat: Für Menschen, die taub oder an Taubheit grenzend schwerhörig sind, auch auf nur einem Ohr.
  • Selbsthilfe: Die Leitlinie empfiehlt, Betroffene zur Teilnahme an Selbsthilfeangeboten zu ermutigen.

Wenn Nacken oder Kiefer das Geräusch beeinflussen, kann zusätzlich Physiotherapie sinnvoll sein. Angst oder Depression als Begleiter des Tinnitus werden eigenständig behandelt, bei Bedarf auch mit Medikamenten.

Was die Studien zur Verhaltenstherapie zeigen

Eine Cochrane-Übersicht mit 28 Studien und 2.733 Teilnehmenden fand, dass die kognitive Verhaltenstherapie die Belastung durch Tinnitus im Alltag verringern kann. Im Vergleich zu keiner Behandlung lagen die Werte im Fragebogen Tinnitus Handicap Inventory nach der Therapie im Mittel knapp 11 von 100 Punkten niedriger. Fachleute halten etwa 7 Punkte für einen spürbaren Unterschied. Die Vertrauenswürdigkeit der Ergebnisse wurde als niedrig eingestuft, und für die Zeit nach Therapieende fehlen Daten (Fuller und Kollegen, 2020). In der Therapie lernen Sie, das Geräusch anders zu bewerten, weniger dagegen anzukämpfen und Schlaf, Konzentration und Alltag zurückzugewinnen.

Was nicht belegt ist

Für die Behandlung von Tinnitus ist weder in Europa noch in den USA ein Medikament zugelassen. Die Leitlinie rät von Medikamenten gegen den chronischen Tinnitus selbst ab, etwa Betahistin oder Ginkgo, und ebenso von Nahrungsergänzungsmitteln wie Vitaminen, Mineralstoffen oder Pflanzenpräparaten (Mazurek und Kollegen, 2022). Eine Cochrane-Übersicht zu Ginkgo mit zwölf Studien fand höchstens wenig oder keinen Effekt auf die Tinnitusbelastung, bei sehr unsicherer Datenlage (Sereda und Kollegen, 2022). Auch für Rauschgeräte konnte eine Cochrane-Übersicht keine Überlegenheit gegenüber Placebo oder Beratung belegen (Sereda und Kollegen, 2018). Die Leitlinie empfiehlt sie nicht.

Was Sie realistisch erwarten können

Viele wünschen sich, dass das Geräusch ganz verschwindet. Ob und wann ein neuer Tinnitus von selbst wieder verschwindet, lesen Sie unter Kann Tinnitus wieder weggehen? Beim chronischen Tinnitus ist das Ziel der Behandlung ehrlicherweise ein anderes: dass das Geräusch im Alltag keine große Rolle mehr spielt. Das ist für viele erreichbar und bedeutet oft eine große Erleichterung. Wenn der Tinnitus Ihre Stimmung stark drückt, lesen Sie Tinnitus und Depression: Wenn das Ohrgeräusch die Stimmung drückt. Haben Sie Gedanken, sich etwas anzutun, erreichen Sie die TelefonSeelsorge rund um die Uhr kostenlos unter 0800 111 0 111. Im Notfall wählen Sie die 112.

Wo ein Audio-Programm ergänzen kann

Gelassener mit dem Ohrgeräusch zu leben, ist auch eine Frage der Übung: die Aufmerksamkeit lenken, den Körper herunterfahren, nachts zur Ruhe kommen. Eine regelmäßige Entspannungsübung kann dabei helfen. Das Audio-Hypnose-Programm bei Tinnitus läuft online im Browser, ist als Begleitung gedacht und ersetzt keine ärztliche Abklärung oder Therapie. Was Studien zur Hypnose bei Ohrgeräuschen sagen, lesen Sie unter Hilft Hypnose bei Tinnitus?

Gelassener mit dem Ohrgeräusch leben

Weniger Belastung ist beim chronischen Tinnitus das realistische Ziel. Das Audio-Hypnose-Programm bei Tinnitus kann Sie dabei begleiten, die Aufmerksamkeit vom Geräusch wegzulenken und nachts zur Ruhe zu kommen. Es ersetzt keine ärztliche Abklärung oder Therapie. Einzeln oder im Jahresabo, online im Browser.

Allgemeine Stimmprobe – kein Ausschnitt des konkreten Programms:
Empfohlen · alle 115 Programme Alle 115 Programme im Jahresabo Tinnitus und 114 weitere Programme, z. B. Schlafstörungen, Stress, Ängste und Selbstwert. Alle von Ingo Michael Simon geschrieben und professionell eingesprochen, ohne KI. 99 € 99 € pro Jahr mit automatischer Verlängerung. Verbindliche Kündigungsbedingungen vor Abschluss im Bestellformular prüfen. Jahresabo für 99 €/Jahr bestellen →
Einzelprogramm Tinnitus 129 € 20 Gesundheitshypnosen à 75 Minuten, Einmalzahlung, kein Abo Einzelprogramm für 129 € bestellen → Inhalt und Stimmprobe →
✓ 14 Tage gesetzliches Widerrufsrecht · ✓ Zugang über das Online-Portal · ✓ Einzelkauf ohne Abo · ✓ Sichere Zahlung Digistore24

Häufige Fragen

Welche Tinnitus-Behandlung hilft wirklich?

Beim chronischen Tinnitus sind Beratung, kognitive Verhaltenstherapie und bei Hörverlust ein Hörgerät am besten begründet. Die deutsche S3-Leitlinie empfiehlt diese Verfahren. Sie zielen vor allem darauf, dass der Tinnitus weniger belastet. Ein neuer Tinnitus gehört zuerst in die HNO-Praxis.

Was ist die beste Therapie bei Tinnitus?

Am besten untersucht ist die tinnitusspezifische kognitive Verhaltenstherapie. Nach einer Cochrane-Übersicht mit 28 Studien kann sie die Belastung durch Tinnitus im Alltag verringern, die Vertrauenswürdigkeit der Ergebnisse ist allerdings niedrig. Grundlage jeder Therapie ist eine ausführliche Beratung, bei Schwerhörigkeit kommt ein Hörgerät hinzu.

Gibt es Medikamente gegen Tinnitus?

Nein, weder in Europa noch in den USA ist ein Medikament zur Behandlung von Tinnitus zugelassen. Die Leitlinie rät von Medikamenten wie Betahistin oder Ginkgo und von Nahrungsergänzungsmitteln gegen chronischen Tinnitus ab. Begleitende Angst oder Depression können dagegen auch medikamentös behandelt werden.

Wann muss Tinnitus schnell behandelt werden?

Wenn das Ohrgeräusch neu auftritt und Sie gleichzeitig schlechter hören oder das Ohr sich dumpf anfühlt, gehen Sie zeitnah in eine HNO-Praxis. Dann kann ein Hörsturz dahinterstecken, der nach eigenen Empfehlungen behandelt wird.

Unibee-Redaktion

Von der Unibee-Redaktion auf Basis veröffentlichter Fachliteratur ausgearbeitet (siehe Quellen), mit KI als Werkzeug unterstützt, von Menschen geprüft, verbessert und überarbeitet nach den fachlichen Maßstäben von Ingo Michael Simon. Redaktionelle Verantwortung: Unibee Institut. Die Audio-Hypnose-Programme sind ohne KI entstanden: erarbeitet von Ingo Michael Simon, Diplom-Pädagoge (univ.), Heilpraktiker für Psychotherapie, Hypnosetherapeut, über 30 Jahre Praxiserfahrung, und professionell eingesprochen.

Quellen (Auswahl)

  • Mazurek, Hesse, Sattel, Kratzsch, Lahmann & Dobel (2022): S3 Guideline: Chronic Tinnitus: German Society for Otorhinolaryngology, Head and Neck Surgery e. V. (DGHNO-KHC), HNO 70(11), 795-827 Quelle lesen →
  • Fuller, Cima, Langguth, Mazurek, Vlaeyen & Hoare (2020): Cognitive behavioural therapy for tinnitus, Cochrane Database of Systematic Reviews 1, CD012614 Quelle lesen →
  • Sereda, Xia, Scutt, Hilton, El Refaie & Hoare (2022): Ginkgo biloba for tinnitus, Cochrane Database of Systematic Reviews 11, CD013514 Quelle lesen →
  • Sereda, Xia, El Refaie, Hall & Hoare (2018): Sound therapy (using amplification devices and/or sound generators) for tinnitus, Cochrane Database of Systematic Reviews 12, CD013094 Quelle lesen →

Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Beratung. Bei anhaltendem Leidensdruck oder in einer Krise wenden Sie sich an eine Fachperson oder die Telefonseelsorge (0800 111 0 111).