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Panikattacken · Soforthilfe
Audio-Programm: Hypnose bei Panikattacken →

Was hilft bei Panikattacken sofort?

Das Herz rast, die Luft wird knapp, die Angst vor dem Kontrollverlust wächst. Diese Schritte helfen in der Attacke selbst, und diese Fehler halten die Panik am Leben.

Stand: Redaktioneller Beitrag · quellenbasiert Redaktionell geprüft
wenige Minutenbis zum Höhepunkt
langsamer atmennicht tiefer
keine Tütewird nicht mehr empfohlen
S3-LeitlinieVerhaltenstherapie erste Wahl

Das Wichtigste zuerst

Eine Panikattacke fühlt sich an wie ein Notfall, rasendes Herz, Atemnot, Schwindel, die Angst, umzufallen oder die Kontrolle zu verlieren. Für ansonsten gesunde Menschen ist sie aber nicht gefährlich. Die Symptome erreichen meist innerhalb weniger Minuten ihren Höhepunkt und klingen dann von selbst ab. Dieses Wissen ist bereits die erste Hilfe.

Ausnahme: Treten Brustschmerzen oder Atemnot zum ersten Mal auf, sollte immer ärztlich abgeklärt werden, ob eine körperliche Ursache dahintersteckt, im Zweifel über den Notruf 112.

Begleitendes Audio-Programm: Panikattacken10 Gesundheitshypnosen à 75 Minuten zum Anhören zu Hause, konzipiert von Ingo Michael Simon. Ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung.Einzelprogramm 129 € oder die Programme im Jahresabo für 99 €/JahrEinzelprogramm für 129 € bestellen → Inhalt und Stimmprobe →

Was in der Attacke hilft

Langsamer atmen, nicht tiefer

In der Panik atmen viele schnell und tief, ohne es zu merken. Dadurch sinkt der Kohlendioxidgehalt im Blut, Kribbeln, Benommenheit und Enge in der Brust sind die Folge. Hilfreich ist, langsamer und eher flacher zu atmen und die Ausatmung zu verlängern: vier Sekunden ein, sechs bis acht Sekunden aus. Studien zu atemtherapeutischen Ansätzen bei Panikstörung setzen genau hier an.

Vom früher empfohlenen Atmen in eine Tüte raten Fachleute heute ab.

Die Attacke benennen

Ein innerer Satz wie „Das ist eine Panikattacke. Sie ist unangenehm, aber nicht gefährlich. Sie geht vorbei“ unterbricht die Kette der Katastrophengedanken. Nach dem kognitiven Modell von David Clark ist es genau diese Fehldeutung harmloser Körpersignale, die die Panik antreibt.

Nicht kämpfen, nicht flüchten

Der Impuls ist, die Situation sofort zu verlassen. Wer bleibt und die Welle abklingen lässt, erlebt, dass nichts Schlimmes passiert. Diese Erfahrung ist langfristig wirksamer als jede Flucht.

Den Körper erden

Füße fest auf den Boden stellen, fünf Dinge im Raum benennen, einen kalten Gegenstand in die Hand nehmen: Solche Übungen holen die Aufmerksamkeit aus dem Kopf in die Umgebung. Kaltes Wasser im Gesicht kann über einen Reflex zusätzlich den Puls senken.

Tal mit Fluss in ruhigem Licht

Was es auf Dauer schlimmer macht

Orte und Situationen zu meiden, in denen eine Attacke war, bringt kurz Erleichterung, und lässt den Bewegungsradius schrumpfen. Aus einzelnen Attacken kann so eine Panikstörung mit Vermeidung werden. Auch Alkohol zur Beruhigung verschiebt das Problem nur.

Was langfristig hilft

Die S3-Leitlinie zu Angststörungen empfiehlt die kognitive Verhaltenstherapie als Verfahren erster Wahl. Sie ist bei Panikstörung gut untersucht und wirkt bei den meisten Betroffenen deutlich. Entspannungsverfahren wie Hypnose können begleitend helfen, das allgemeine Anspannungsniveau zu senken.

Selbsttest: Angst-Test (GAD-7) → Wie stark belastet Sie Angst gerade? 7 Fragen, sofortige Auswertung, keine Speicherung.
Die Grundanspannung dauerhaft senken

Das Audio-Hypnose-Programm bei Panikattacken setzt auf Tiefenentspannung und die Regulation körperlicher Anspannung, begleitend, nicht als Ersatz für Psychotherapie. Konzipiert von Ingo Michael Simon.

Allgemeine Stimmprobe – kein Ausschnitt des konkreten Programms:
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Häufige Fragen

Wie lange dauert eine Panikattacke?

Die Symptome erreichen meist innerhalb weniger Minuten ihren Höhepunkt und klingen danach von selbst ab. Viele Betroffene erleben die Attacke als deutlich länger, weil die Erschöpfung danach noch anhält.

Soll ich bei einer Panikattacke in eine Tüte atmen?

Davon raten Fachleute heute ab. Besser ist es, langsamer und eher flacher zu atmen und die Ausatmung zu verlängern. So normalisiert sich der Kohlendioxidgehalt im Blut, ohne Risiko.

Wann sollte ich den Notarzt rufen?

Wenn Brustschmerzen, Atemnot oder Lähmungserscheinungen zum ersten Mal auftreten oder sich anders anfühlen als bekannte Attacken. Eine körperliche Ursache muss dann ausgeschlossen werden.

Kann man Panikattacken dauerhaft loswerden?

Ja, bei den meisten Betroffenen. Die kognitive Verhaltenstherapie gilt laut S3-Leitlinie als Verfahren erster Wahl und führt bei vielen zu einer deutlichen Besserung oder zum Verschwinden der Attacken.

Unibee-Redaktion

Redaktioneller Beitrag auf Basis veröffentlichter Fachliteratur (siehe Quellen). Die genannten Audio-Hypnose-Programme sind methodisch konzipiert von Ingo Michael Simon, Diplom-Pädagoge (univ.), Heilpraktiker für Psychotherapie, Hypnosetherapeut, über 30 Jahre Praxiserfahrung.

Quellen (Auswahl)

  • DGPPN u.a.: S3-Leitlinie Behandlung von Angststörungen, AWMF 051-028
  • Clark (1986): A cognitive approach to panic, Behaviour Research and Therapy 24
  • Meuret et al. (2008): Feedback of end-tidal pCO2 as a therapeutic approach for panic disorder, Journal of Psychiatric Research 42(7)

Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Beratung. Bei anhaltendem Leidensdruck oder in einer Krise wende dich an eine Fachperson oder die Telefonseelsorge (0800 111 0 111).