Was hilft gegen Albträume?
Häufige Albträume sind mehr als eine schlechte Nacht. Die gute Nachricht: Es gibt eine einfache, gut untersuchte Methode, mit der sich wiederkehrende Albträume verändern lassen.
Wenn der Schlaf zur Belastung wird
Schweißgebadet aufwachen, das Herz rast, die Bilder sind noch lange da: Gelegentliche Albträume kennt fast jeder. Bei manchen Menschen kommen sie jedoch so häufig, dass sie Angst vor dem Einschlafen bekommen und tagsüber erschöpft sind. Dann sprechen Fachleute von einer Albtraumstörung, und die ist gut behandelbar.
Was Albträume auslöst
Stress und Belastung
In belastenden Phasen verarbeitet das Gehirn im Traumschlaf besonders viel Emotionales. Prüfungen, Konflikte, Sorgen um die Arbeit oder die Familie tauchen dann oft verzerrt in Träumen auf.
Belastende Erlebnisse
Nach einem Unfall, Gewalt oder einem anderen traumatischen Ereignis können Albträume das Erlebte immer wieder aufgreifen. Halten sie über Wochen an, zusammen mit Flashbacks oder starker Schreckhaftigkeit, kann eine Posttraumatische Belastungsstörung dahinterstecken.
Medikamente und Alkohol
Manche Medikamente, etwa bestimmte Blutdrucksenker und Antidepressiva, können lebhafte Träume begünstigen. Auch Alkohol am Abend und das Absetzen von Schlafmitteln verändern den Traumschlaf.
Schlafmangel
Wer zu wenig schläft, holt den Traumschlaf in der nächsten Nacht verstärkt nach, oft mit intensiveren Träumen.
Was wirklich hilft: Die Albtraum-Umschreibung
Die am besten untersuchte Behandlung ist die sogenannte Imagery Rehearsal Therapy. Die amerikanische Fachgesellschaft für Schlafmedizin empfiehlt sie sowohl bei Albtraumstörung als auch bei traumabedingten Albträumen. Das Vorgehen ist einfach:
- Einen wiederkehrenden Albtraum tagsüber aufschreiben.
- Die Geschichte bewusst verändern, an irgendeiner Stelle, auf eine Weise, die sich besser anfühlt. Das Ende muss nicht realistisch sein.
- Die neue Version jeden Tag einige Minuten lang in der Vorstellung durchgehen.
In einer Studie im Fachblatt JAMA nahm die Zahl der Albträume bei Betroffenen mit dieser Methode deutlich ab, und auch der Schlaf besserte sich.
Was zusätzlich hilft
- nach dem Aufwachen das Licht anmachen, aufstehen, bewusst im Hier und Jetzt ankommen
- feste Schlafzeiten und ein ruhiger Übergang in die Nacht
- abends auf Alkohol und belastende Inhalte verzichten
Entspannungsverfahren wie Hypnose können helfen, die Anspannung vor dem Einschlafen zu senken. Bei traumabedingten Albträumen gehört die Behandlung in fachliche Hände.
Das Audio-Hypnose-Programm bei Schlafstörungen unterstützt dabei, die Anspannung vor dem Einschlafen zu senken, begleitend und nicht als Ersatz für eine Behandlung. Konzipiert von Ingo Michael Simon.
Programm bei Schlafstörungen → Alle Programme im Jahresabo →Häufige Fragen
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Quellen (Auswahl)
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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Beratung. Bei anhaltendem Leidensdruck oder in einer Krise wende dich an eine Fachperson oder die Telefonseelsorge (0800 111 0 111).