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Gedächtnis · Vergesslichkeit

Warum kann ich mir nichts merken?

Namen, Termine, der Grund, warum man in die Küche gegangen ist: Wer ständig etwas vergisst, macht sich schnell Sorgen. Meist ist nicht das Gedächtnis das Problem, sondern die Aufmerksamkeit.

Stand: Redaktioneller Beitrag · quellenbasiert Redaktionell geprüft
Aufmerksamkeitentscheidet über das Behalten
Schlaffestigt Erinnerungen
Stresshormoneerschweren das Abrufen
B12 und Schilddrüsegehören zur Abklärung

Meist liegt es an der Aufmerksamkeit

Namen vergessen, den Schlüssel suchen, im Zimmer stehen und nicht mehr wissen, was man wollte: Dahinter steckt meist kein kranker, sondern ein überlasteter Kopf. Was wir behalten wollen, muss zuerst mit Aufmerksamkeit aufgenommen werden. Häufige Gründe für Vergesslichkeit im Alltag sind deshalb Ablenkung, Stress und zu wenig Schlaf.

Die häufigsten Ursachen

Ablenkung und Multitasking

Eine Studie der Stanford University, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Nature, zeigte: Wenn die Aufmerksamkeit kurz vor dem Erinnern abschweifte, erkennbar an Hirnströmen und Pupillenweite, vergaßen die Teilnehmenden häufiger. Wer im Alltag viel zwischen mehreren Medien gleichzeitig wechselte, schnitt im Mittel schlechter ab, teils erklärbar durch mehr solcher Aussetzer.

Zu wenig Schlaf

Im Schlaf festigt das Gehirn, was tagsüber aufgenommen wurde. Die Übersichtsarbeit von Björn Rasch und Jan Born fasst zahlreiche Studien zusammen, die zeigen: Schlaf nach dem Lernen verbessert das Behalten. Wer dauerhaft zu wenig schläft, ist tagsüber zudem unaufmerksamer.

Stress und Überlastung

Unter Druck kreisen die Gedanken um Sorgen und Aufgaben und belegen die Aufmerksamkeit, die zum Einprägen gebraucht wird. Stresshormone erschweren zudem das Abrufen: In einer Studie von Dominique de Quervain verschlechterte Cortison in einer Dosis, die akutem Stress entspricht, das Erinnern zuvor gelernter Wörter.

Stimmung

Auch Depressionen und Angststörungen gehen häufig mit Merk- und Konzentrationsproblemen einher. Bessert sich die Stimmung, bessert sich oft auch das Gedächtnis.

Medikamente

Manche Arzneimittel, etwa bestimmte Schlaf- und Beruhigungsmittel, können die Merkfähigkeit dämpfen. Wer eine Veränderung nach Beginn eines neuen Medikaments bemerkt, sollte das ärztlich ansprechen und nichts eigenmächtig absetzen.

Was im Alltag hilft

  • bewusst hinsehen: beim Ablegen des Schlüssels kurz innehalten und es innerlich benennen
  • eine Sache zur Zeit: Benachrichtigungen aus, nur ein Fenster offen
  • feste Plätze: für Schlüssel, Brille und Handy
  • Schlaf schützen: regelmäßige Zeiten, für die meisten Erwachsenen mindestens sieben Stunden
  • Notizen: Aufschreiben entlastet den Kopf

Wann ärztlich abklären?

Ein Arztbesuch ist sinnvoll, wenn die Vergesslichkeit über Monate zunimmt, Angehörige sie bemerken oder Vertrautes plötzlich schwerfällt, etwa der Weg nach Hause oder das Bedienen bekannter Geräte. Die S3-Leitlinie Demenzen empfiehlt bei solchen Beschwerden eine Basisdiagnostik, zu der unter anderem Blutwerte wie Vitamin B12 und Schilddrüsenwerte gehören. Auch Depressionen oder Nebenwirkungen von Medikamenten können das Gedächtnis beeinträchtigen und sind behandelbar.

Plötzliche Gedächtnislücken zusammen mit Lähmungen, Sprach- oder Sehstörungen sind ein Notfall: Notruf 112.

Entspannungsverfahren wie Hypnose können helfen, Anspannung und Gedankenkreisen zu verringern, die Aufmerksamkeit binden. Eine direkte Verbesserung des Gedächtnisses ist dadurch nicht belegt.

Den Kopf freier machen

Das Audio-Hypnose-Programm für Konzentration und Leistungssteigerung setzt an Anspannung, Gedankenkreisen und Schlafqualität an. Ein begleitender Baustein, kein Ersatz für Schlaf oder ärztliche Abklärung. Konzipiert von Ingo Michael Simon.

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Häufige Fragen

Unibee-Redaktion

Redaktioneller Beitrag auf Basis veröffentlichter Fachliteratur (siehe Quellen). Die genannten Audio-Hypnose-Programme sind methodisch konzipiert von Ingo Michael SimonDiplom-Pädagoge (univ.), Heilpraktiker für Psychotherapie, Hypnosetherapeut, über 30 Jahre Praxiserfahrung.

Quellen (Auswahl)

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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Beratung. Bei anhaltendem Leidensdruck oder in einer Krise wende dich an eine Fachperson oder die Telefonseelsorge (0800 111 0 111).

Ingo Simon
Ingo Simon
Diplom-Pädagoge univ. · Heilpraktiker für Psychotherapie · 30 Jahre Erfahrung
Ingo Simon ist Gründer des Unibee Instituts und Autor von 349 Fachbüchern. Er ist mit eigener Praxis im Saarland tätig, seine Audio-Hypnose-Programme sind im gesamten deutschsprachigen Raum erhältlich. Alle Audio-Hypnosen werden von ihm persönlich entwickelt und von einem professionellen deutschen Sprecher eingesprochen.
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