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Blutdruck · Hitze
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Niedriger Blutdruck bei Hitze: Ursachen, Trinken und Warnzeichen

Beim Aufstehen wird es kurz schwarz vor Augen, die Beine fühlen sich schwer an, und der Kreislauf schwächelt. Was an heißen Tagen im Körper passiert und wann der niedrige Blutdruck ernst zu nehmen ist.

Stand: Redaktioneller Beitrag · quellenbasiert Redaktionell geprüft
Bis zu doppeltso viel Blut kann das Herz unter Hitzebelastung pumpen
20 und 10 mmHgAbfall beim Aufstehen gilt als orthostatische Hypotonie
Unter 100 mmHgoberer Wert: Herzstiftung rät zu ärztlicher Rücksprache
1 ProzentFlüssigkeitsdefizit kann den Kreislauf bereits beeinträchtigen

Die kurze Antwort

Bei Hitze sinkt der Blutdruck bei vielen Menschen, weil sich die Blutgefäße in der Haut weit stellen, um Wärme abzugeben, und weil mit dem Schweiß Flüssigkeit verloren geht. Typisch sind Schwindel beim Aufstehen, Müdigkeit, Schwarzwerden vor Augen oder weiche Knie. Meist helfen regelmäßiges Trinken, Kühlung und langsames Aufstehen. Ohnmacht, Verwirrtheit oder Brustschmerzen gehören dagegen sofort ärztlich abgeklärt.

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Was im Körper passiert

Um sich zu kühlen, leitet der Körper mehr Blut in die Haut. Eine Übersichtsarbeit von Crandall und Wilson (2015) beschreibt, dass das Herz unter Hitzebelastung bis zu doppelt so viel Blut pumpen kann. Gleichzeitig fehlt in der Körpermitte Blutvolumen. Kommen ein Positionswechsel oder Flüssigkeitsmangel hinzu, kann die Durchblutung des Gehirns kurz nicht ausreichen, bis hin zur Ohnmacht.

Besonders deutlich wird das beim Aufstehen. Von einem orthostatischen Blutdruckabfall spricht man nach einer internationalen Konsensdefinition (Freeman und Kollegen, 2011), wenn der obere Wert innerhalb von drei Minuten nach dem Aufstehen um mindestens 20 mmHg oder der untere um mindestens 10 mmHg sinkt.

Tal mit Fluss in ruhigem Licht

Wer besonders aufpassen sollte

Eine Übersicht von Kenny und Kollegen (2010) nennt ältere Menschen sowie Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder starkem Übergewicht als besonders gefährdet. Ältere spüren Durst oft weniger und gleichen Flüssigkeitsverluste langsamer aus. Auch blutdrucksenkende und entwässernde Medikamente können die Hitzeverträglichkeit verringern. Sie sollten trotzdem nicht eigenmächtig abgesetzt werden: Die Deutsche Herzstiftung rät, Dosisänderungen nur mit der behandelnden Praxis abzusprechen und bei einem oberen Wert unter 100 mmHg ärztlichen Rat einzuholen.

Was an heißen Tagen hilft

Regelmäßig trinken

Über den Tag verteilt Wasser, ungesüßten Tee oder Saftschorlen trinken, nicht erst bei Durst. Wer wegen einer Herzschwäche eine feste Trinkmenge hat, bespricht Änderungen mit der Praxis, denn zu viel Flüssigkeit kann das Herz belasten. Mit dem Schweiß gehen auch Mineralstoffe verloren. Die Deutsche Herzstiftung nennt Gemüsebrühe und kaliumreiches Obst, Kaliumpräparate dagegen nur nach ärztlicher Rücksprache.

Langsam aufstehen

Vor dem Aufstehen kurz auf der Bettkante sitzen, die Beine bewegen und erst dann aufstehen. Langes Stehen in der Sonne möglichst vermeiden.

Kühlen und Anstrengung verlegen

Kühle Räume, ein Ventilator, eine kühle Dusche und Sport in den frühen Morgenstunden entlasten den Kreislauf.

Wann sofort Hilfe nötig ist

Bei Bewusstlosigkeit, Verwirrtheit, sehr hoher Körpertemperatur, Brustschmerzen, Atemnot oder Herzrasen ist der Notruf 112 zu wählen. Wiederholte Ohnmachten oder anhaltender Schwindel gehören ärztlich abgeklärt. Wie Ohrgeräusche mit niedrigem Blutdruck zusammenhängen können, erklärt der Ratgeber Tinnitus bei niedrigem Blutdruck.

Ruhe finden, wenn der Sommer anstrengt

Gegen niedrigen Blutdruck bei Hitze helfen vor allem Trinken, Kühlung und ärztlicher Rat, nicht Hypnose. Wer an heißen Tagen innerlich unruhig ist oder schlecht schläft, findet im Jahresabo mit allen 115 Programmen begleitende Entspannung, etwa mit Stress und Schlafstörungen: aufeinander aufbauende Hypnosen à 75 Minuten für zu Hause, sofort nach dem Kauf verfügbar, von Ingo Michael Simon erarbeitet und professionell eingesprochen, ohne KI. Das Programm bei Bluthochdruck ist eine Entspannungsroutine für erhöhte Werte und hebt keinen niedrigen Blutdruck an. Begleitend gedacht, kein Ersatz für ärztliche Abklärung oder Behandlung.

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Häufige Fragen

Ist niedriger Blutdruck bei Hitze gefährlich?

Für viele gesunde Menschen ist ein etwas niedrigerer Blutdruck an heißen Tagen unangenehm, aber nicht gefährlich. Riskant wird es, wenn Stürze durch Ohnmacht drohen oder Vorerkrankungen bestehen. Bei Bewusstseinsstörungen, Brustschmerz oder Verwirrtheit gilt sofort der Notruf 112.

Soll ich meine Blutdrucktabletten bei Hitze weglassen?

Nein, nicht auf eigene Faust. Bei längeren Hitzeperioden kann die Praxis prüfen, ob eine Dosis angepasst werden muss. Wer an heißen Tagen häufiger misst und die Werte notiert, liefert dafür eine gute Grundlage.

Wie viel sollte ich bei Hitze trinken, wenn mein Blutdruck niedrig ist?

Eine feste Menge für alle gibt es nicht, wichtig ist, regelmäßig und nicht erst bei Durst zu trinken. Schon ein Flüssigkeitsdefizit von etwa einem Prozent des Körpergewichts kann Kreislauf und Wärmeregulation beeinträchtigen. Bei Herzschwäche oder Nierenerkrankungen gilt die mit der Praxis vereinbarte Trinkmenge.

Warum wird mir bei Hitze vor allem beim Aufstehen schwarz vor Augen?

Beim Aufstehen sackt Blut in die Beine, und an heißen Tagen sind die Gefäße ohnehin weit gestellt. Der Kreislauf braucht dann einen Moment länger, um den Druck auszugleichen. Langsames Aufstehen und vorheriges Bewegen der Beine können das abmildern.

Unibee-Redaktion

Von der Unibee-Redaktion auf Basis veröffentlichter Fachliteratur ausgearbeitet (siehe Quellen), mit KI als Werkzeug unterstützt, von Menschen geprüft, verbessert und überarbeitet nach den fachlichen Maßstäben von Ingo Michael Simon. Redaktionelle Verantwortung: Unibee Institut. Die Audio-Hypnose-Programme sind ohne KI entstanden: erarbeitet von Ingo Michael Simon, Diplom-Pädagoge (univ.), Heilpraktiker für Psychotherapie, Hypnosetherapeut, über 30 Jahre Praxiserfahrung, und professionell eingesprochen.

Quellen (Auswahl)

  • Crandall & Wilson (2015): Human cardiovascular responses to passive heat stress, Comprehensive Physiology 5(1) Quelle lesen →
  • Freeman et al. (2011): Consensus statement on the definition of orthostatic hypotension, neurally mediated syncope and the postural tachycardia syndrome, Clinical Autonomic Research 21(2) Quelle lesen →
  • Kenny et al. (2010): Heat stress in older individuals and patients with common chronic diseases, Canadian Medical Association Journal 182(10) Quelle lesen →
  • Deutsche Herzstiftung (2026): Extreme Hitze: Vorsichtsmaßnahmen für Menschen mit Herzerkrankungen, Pressemitteilung vom 19.06.2026 Quelle lesen →

Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Beratung. Bei anhaltendem Leidensdruck oder in einer Krise wende dich an eine Fachperson oder die Telefonseelsorge (0800 111 0 111).