Nichtraucher bleiben beim Feiern: So klappt es
Alkohol, rauchende Freunde und gute Laune: Feiern gehört für frische Nichtraucher zu den schwierigsten Situationen. Mit einem Plan gelingt der Abend leichter.
Die kurze Antwort
Feiern gehört für viele frische Nichtraucherinnen und Nichtraucher zu den schwierigsten Situationen: Alkohol, rauchende Freunde und gute Laune kommen zusammen. In einer Untersuchung zu ersten Ausrutschern (Shiffman u. a. 1996) passierten diese besonders oft, wenn andere in der Nähe rauchten und Zigaretten leicht greifbar waren. Eine weitere Studie mit Rauchern, die viel Alkohol trinken (Kahler u. a. 2010), fand: Viele Ausrutscher geschahen beim Trinken, oft in geselliger Runde und bei guter Stimmung. Wer vorher plant, was er trinkt, wo er steht und was er sagt, wenn ihm eine Zigarette angeboten wird, kommt oft leichter durch den Abend.
Warum Feiern so gefährlich für den Rauchstopp ist
- Alkohol: Er senkt die Selbstkontrolle und ist bei vielen eng mit der Zigarette verknüpft. Siehe Rückfall nach dem Rauchstopp.
- Andere rauchen: Geruch, Feuerzeug und das gemeinsame Rausgehen sind starke Auslöser.
- Gute Stimmung: Viele kennen den Gedanken „Heute ist eine Ausnahme“, gerade in ausgelassener Stimmung. Siehe Warum schaffe ich es nicht, mit dem Rauchen aufzuhören?
- Gewohnte Abläufe: Wer früher auf jeder Party geraucht hat, vermisst die Zigarette genau in diesen Momenten. Siehe Wie lange dauert es, eine Gewohnheit zu ändern?
So bleiben Sie beim Feiern rauchfrei
- Vorher entscheiden: Legen Sie fest, wie viel Sie trinken, und bleiben Sie in den ersten Wochen eher bei wenig oder keinem Alkohol.
- Einen Satz bereithalten: „Nein danke, ich bin Nichtraucher“ klingt eindeutiger als „Ich versuche gerade aufzuhören“.
- Nicht mit nach draußen: Gehen Sie nicht mit den Rauchenden vor die Tür, sondern suchen Sie sich eine andere Gruppe.
- Hände beschäftigen: Ein Glas Wasser, ein Kaugummi oder etwas zum Knabbern ersetzt die gewohnte Handbewegung. Siehe Ersatzbefriedigung beim Rauchstopp.
- Verbündete: Erzählen Sie einer Person auf der Feier von Ihrem Rauchstopp. Das hilft, dranzubleiben.
- Verlangen aussitzen: Das Rauchverlangen ebbt meist nach einigen Minuten wieder ab. Siehe Rauchverlangen: Was hilft sofort?
- Früh gehen dürfen: Es ist in Ordnung, in den ersten Wochen früher nach Hause zu gehen.
Und wenn es doch passiert ist?
Eine Zigarette auf einer Feier ist ein Ausrutscher, kein Scheitern. Wichtig ist, am nächsten Tag wieder rauchfrei weiterzumachen und zu überlegen, was beim nächsten Mal anders laufen soll. Manche Menschen begleiten ihren Rauchstopp mit regelmäßiger Entspannung, etwa mit einer Audio-Hypnose. Was Studien dazu zeigen, lesen Sie unter Hilft Hypnose beim Rauchen aufhören?
Das Audio-Hypnose-Programm Rauchen aufhören richtet sich an Erwachsene, die ihren Rauchstopp mit regelmäßiger Entspannung begleiten möchten. Online im Browser.
Häufige Fragen
Wie bleibe ich beim Feiern Nichtraucher?
Vorher festlegen, wie viel Sie trinken, einen klaren Satz bereithalten, nicht mit den Rauchenden nach draußen gehen, die Hände beschäftigen und das Verlangen ein paar Minuten aussitzen.
Warum will ich beim Trinken unbedingt rauchen?
Alkohol senkt die Selbstkontrolle und ist bei vielen eng mit der Zigarette verknüpft. In einer Studie mit Rauchern, die viel Alkohol trinken, geschahen viele Ausrutscher beim Trinken, oft in geselliger Runde.
Ist eine Zigarette auf einer Party schlimm?
Sie ist ein Ausrutscher, kein Scheitern. Wichtig ist, am nächsten Tag weiter rauchfrei zu bleiben und für das nächste Mal einen Plan zu machen.
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Weitere Ratgeber
Quellen (Auswahl)
- Shiffman u. a. (1996): First lapses to smoking: Within-subjects analysis of real-time reports, Journal of Consulting and Clinical Psychology 64(2), 366-379
- Kahler, Spillane & Metrik (2010): Alcohol use and initial smoking lapses among heavy drinkers in smoking cessation treatment, Nicotine & Tobacco Research 12(7), 781-785
Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Beratung. Bei anhaltendem Leidensdruck oder in einer Krise wenden Sie sich an eine Fachperson oder die Telefonseelsorge (0800 111 0 111).