Depressionen verstehen

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Im Seelentief der Symptome – was ist eine Depression?

Eine Depression ist eine weit verbreitete Störung, die sich durch tiefe Traurigkeit, gedrückte Stimmungslage, Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit sowie Schlafstörungen bemerkbar macht.

Das Beschwerdebild sowie der Krankheitsverlauf ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Sie ist eine ernste Erkrankung der Psyche und kann Betroffene bis in den Selbstmord treiben.

Inhaltsverzeichnis

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Die Symptome einer Depression, wie kann ich diese erkennen

Das Beschwerdebild ist recht unterschiedlich geartet. Typisch ist einerseits das Gefühl zu wollen, aber nicht mehr zu können, andererseits ist hier ein nicht beeinflussbares Stimmungstief zu verzeichnen, welches sich trotz aller Anstrengungen nicht lösen lässt.

Eine Depression ist immer eine schwer wiegende Krankheit. Die Systematik wird in mehrere Phasen untergliedert – welche bis hin zu Wahnvorstellungen reichen können.

Wie eine Depression entsteht, darüber sind sich die Hirnforscher immer noch nicht ganz einig – für einen Menschen der an ihr erkrankt ist dies auch unwichtig, für ihn bricht sowieso seine Welt zusammen.

Diese Krankheit bedeutet immer einen Stillstand im Leben. Ein Depressiver fühlt sich nicht mehr in der Lage selbst über sein Leben zu bestimmen, teilweise ist er unfähig überhaupt eine Entscheidung zu treffen, alles wird ihm zu viel.

Depressionen greifen einen Menschen sehr stark an, führen ihn an die Grenzen seiner Belastbarkeit.

Sie sehen sich oft als Versager – eine der schlimmsten Symptome bei dieser Erkrankung – sie fühlen sich minderwertig und sehen sich selbst als Schuldigen – der Pessimismus ist stark ausgeprägt.

In diesem Video, welches 8 Minuten lang ist, wird Ihnen gut und leicht zu verstehen erklärt, was Depressionen sind und wie diese tatsächlich entstehen.
Transkript zum Video: Was sind Depressionen und wie entestehen sie

Hallo zusammen,

auf mein Video „Bin ich depressiv“, was ich vor einigen Wochen online gestellt habe, gab es so viele Nachfragen von euch, dass ich heute noch mal ein zweites Video zu dem Thema drehen möchte. Und zwar ein bisschen mehr zu dem Thema, was sind Depressionen eigentlich und vor allem, wie entstehen Depressionen. Also warum werden manche depressiv.

Depressionen sind auch deswegen so ein großes Thema hierzulande, weil sie einfach extrem häufig sind. Also man sagt, etwa 15 Prozent der Menschen hier in Deutschland entwickeln mindestens ein Mal im Leben eine depressive Episode.

Das mag erst mal nach nicht so viel klingen, 15 Prozent, aber bei zirka 80 Millionen Menschen sind das grob überschlagen schon so um die 12 Millionen Menschen, die an einer Depression erkranken, also eine enorme Anzahl. Und deswegen sprechen wir ja auch hierzulande immer von der Volkskrankheit Depression.

Dazu kommt, dass Depressionen nicht irgendwie harmlos sind, sondern einen richtig schwerwiegenden Einschnitt ins Leben der Betroffenen darstellen, dass sie das Leben der Betroffenen zur Qual machen können, und, das darf man auch nicht vergessen, bei etwa 15 Prozent der Betroffenen führt diese Depression zum Tod, weil sie Selbstmord begehen. Also auch hier wieder, das ist eine große, große Anzahl von Menschen, die extrem leiden und sich eventuell sogar das Leben nehmen.

Hauptmerkmal der Depression ist diese traurige gedrückte Stimmung. Und der völlige Verlust von Interesse, Motivation und Freude. Also diese Antriebslosigkeit, die sich da breit macht. Viele beschreiben es auch als innere Leere. Und ja, dieses vollkommene Empfinden von Sinn- und Hoffnungslosigkeit. Ständiges negatives Denken, Grübeln. Und die Fähigkeit, Freude zu empfinden, geht dabei komplett verloren. Dazu kommen noch einige erhebliche andere körperliche, psychische Symptome, die habe ich euch aber etwas genauer in dem anderen Video „Bin ich depressiv?“ beschrieben.

Depressionen können ganz alleine vorkommen, oder sie können auch Begleiterscheinungen von anderen Erkrankungen sein. Zum Beispiel gehen manche psychischen Störungen wie Persönlichkeitsstörungen, Essstörungen oder Demenzen auch teilweise mit depressiven Symptomen einher. Genauso auch körperliche Erkrankungen.

Schilddrüsenkrankheit oder Multiple Sklerose, das kann auch alles Depressionen verursachen. Also in diesen Fällen ist es natürlich extrem wichtig, dass man die eigentliche, die ursprüngliche Krankheit erkennt und diese behandelt, damit in der Folge eben auch die depressiven Symptome verschwinden.

Aber wieso kommt es überhaupt zu Depressionen, was sind die Ursachen? Wieso entwickeln manche eine Depression und andere nicht? Das ist, wie so häufig, finde ich immer, ein bisschen unbefriedigend. Weil es gibt natürlich nicht die eine Sache, die zur Depression führt. Also wenn du das hast, dann wirst du depressiv. Sondern es gibt ein ganzes Bündel von Ursachen. Und da spielen biologische Faktoren genauso mit wie psychologische oder soziale Bedingungen. Auf biologischer Seite ist das zum Beispiel das gestörte Gleichgewicht der Signalstoffe im Gehirn.

Also in Depressionen fehlen häufig die Hormone Serotonin und Noradrenalin. Das erste Hormon, ja, erzeugt oder signalisiert üblicherweise Freude, und das zweite Antrieb. Und das sind halt eben diese beiden Hauptbestandteile, die bei depressiven Menschen fehlen. Dazu kommt auch eine hohe Erblichkeit für Depressionen. Das heißt, wenn deine Eltern depressiv sind, dann hast du auch eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, depressiv zu werden. Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass es bei eineiigen Zwillingen, wenn der eine Zwilling depressiv ist, dass der andere Zwilling dann auch eine siebzigprozentige Wahrscheinlichkeit hat, depressiv zu werden. Bei zweieiigen Zwillingen sinkt diese Wahrscheinlichkeit schon auf 15 bis 20 Prozent. Also auch hier wieder.

Wenn irgendjemand in deiner Familie depressiv ist, dann bist du auf jeden Fall anfälliger dafür, auch eine Depression zu entwickeln. Was aber nicht bedeuten muss, dass du unbedingt definitiv eine entwickeln wirst. Denn dazu kommen ja auch noch eine Reihe von psychologischen und sozialen Bedingungen. Zum Beispiel andauernder Stress oder eine heftige Belastung. Vielleicht wenn du einen Schicksalsschlag irgendwie überstanden hast, wenn du, ja, arbeitslos geworden bist oder deinen Partner verlierst. Diese schwerwiegenden Krisen und Ereignisse uns zustoßen, dann sind wir natürlich auch noch mal anfälliger dafür, depressiv zu werden.

Frauen zum Beispiel sind, ich glaub, doppelt so häufig depressiv wie Männer. Sie haben eine sehr, sehr viel höhere Wahrscheinlichkeit, depressiv zu werden. Woran das genau liegt, weiß man bis heute noch nicht. Also es könnte zum einen mit den hormonellen Veränderungen zu tun haben, denen Frauen ja im Laufe ihres Lebens unterliegen, und die komplett anders aussehen als der Hormonhaushalt zum Beispiel von Männern.

Es könnte aber auch  zum Beispiel an der Rolle der Frau in der Gesellschaft liegen. Also dass, ja, Frauen immer noch häufiger abhängig sind oder dazu erzogen werden, passiv zu sein. Oder, ja, einfach aufgrund ihrer Position in der Gesellschaft verschiedene Risikofaktoren entwickeln, die sie anfälliger für Depressionen machen.

Eine sehr wichtige Rolle spielen auch unsere Gedanken. Also ständige negative Gedanken, Selbstzweifel, dieses Grübeln, pessimistische Erklärungsstile, das alles kann auch zu Depressionen führen. In der Psychologie sprechen wir da von erlernter Hilflosigkeit. Und die hat Martin Seligmann in einem Experiment in den 1970er Jahren total eindrucksvoll belegt. Und zwar war das ein Experiment mit Hunden, die in einen Käfig gesperrt wurden und da ganz normal Essen und Trinken bekamen, aber eben auch Stromschläge.

Und die waren jetzt nicht so schwer, dass sie irgendwie lebensgefährlich oder so waren, aber sie waren natürlich unangenehm. Und am Anfang haben die Hunde noch versucht, dagegen anzukämpfen, haben versucht, aus dem Käfig raus zu kommen und irgendwie weg zu kommen von dieser unangenehmen Situation. Aber mit der Zeit, weil sie gemerkt haben, sie können irgendwie nichts dagegen tun, sie können nichts daran ändern, sie sind dem einfach ausgesetzt, haben sie angefangen, das zu, ja, zu akzeptieren, sie sind apathisch geworden. Sie haben sich einfach auf den Boden gelegt und es ertragen.

Und das wirklich Beeindruckende an diesem Experiment war das, dass als dann nämlich zu einem späteren Zeitpunkt die Käfige geöffnet wurden und die Tiere einfach hätten rausgehen können, in die Freiheit gehen können, weggehen können von diesen Stromschlägen und dieser unangenehmen Situation, haben sie es nicht mehr gemacht. Sie hatten über diesen Versuch hinweg gelernt, hilflos zu sein. Und zwar so sehr, dass sie im Endeffekt nicht mehr selbst den Willen aufgebracht haben, oder irgendwie die Motivation, daran irgendwas zu ändern. Sie haben es einfach, sie haben sich in ihr Schicksal ergeben.

Und genau so kann es uns auch ergehen, oder ergeht es uns häufig. Wenn wir ständig negative Gedanken haben, alles pessimistisch auslegen, dann schaffen wir uns sozusagen unsere Käfige selbst. Und wenn dann noch irgendwelche Misserfolgserfahrungen und Rückschläge und so was dazu kommen, dann geben wir einfach auf, dann legen wir uns auch auf den Boden, sind apathisch und verändern nicht mal mehr dann etwas an der Situation, wenn wir eigentlich was verändern könnten.

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Mehr als nur traurig, die Symptome einer Depression richtig zuordnen

Leere, Schwere, Traurigkeit – das sind alles Begriffe aus einer Depressionsphase. Es ist einem egal ob man lebt oder stirbt – ein Depressiver weiß oftmals den Unterschied nicht mehr zu erkennen.

Depressionen sind einfach mehr, als nur schlecht gelaunt zu sein – ein nicht beeinflussbares Stimmungstief zieht uns in eine Tiefe hinein, die wir nicht mehr steuern können. Es ist ein Gefühl der Mutlosigkeit, man empfindet den Körper als eine Hülle – mehr nicht.

Depressive verlieren zudem ihren Wirklichkeitssinn, da sie sich selten Mitmenschen anvertrauen. Symptome wie totale Bedrückung und Niedergeschlagenheit fügen sich zusammen mit Minderwertigkeitskomplexen und Selbstvorwürfen bis hin zu dem schlimmen Urteil ein Versager zu sein. 

Symptome bei einer Depression herauszufiltern gestaltet sich oft als schwierig, da jeder anders auf diese Krankheit reagiert.

Oftmals kommen zu den eigentlichen Symptomen noch Rückenschmerzen, Schwindel oder Beklemmungsgefühle in der Brustregion als weiterführende Symptome bei einer Depression hinzu.

Jeder fünfte Deutsche erkrankt im Lauf seines Lebens mindestens einmal an einer Depression. Schätzungsweise leiden vier Millionen Menschen immer mal wieder in unserem Land daran. Werden sie krankgeschrieben, fehlen sie im Durchschnitt 71 Tage pro Jahr an ihrem Arbeitsplatz – länger als bei jeder anderen Erkrankung.

Die Grenze zwischen normaler Verstimmung und einer behandlungsbedürftigen Depressionen ist fließend. Umso wichtiger ist hier eine sehr genaue Diagnostik.

Symptome wie Interessenverlust oder Antriebslosigkeit, welche länger als zwei Wochen anhalten, gepaart mit zwei Zusatzsypmtome wie geringer Appetit oder Schlafstörungen deuten bereits auf eine leichte Depression hin. Kommen noch andere Faktoren wie Unlust oder eine Veränderung im allgemeinen Lebensverlauf hinzu, wird von einer schweren Depression gesprochen.

Eine Depression verschwindet nicht durch die Aufmunterung eines Außenstehenden, es handelt sich hier um eine schwere und ernst zu nehmende Erkrankung. Eine akute Depression und deren Symptomatik macht den Depressiven willenlos, antriebslos und zum Teil sogar hoffnungslos.