Wege aus der Depression – Tipps zur Therapeutensuche

Damit Depressionen gezielt und erfolgreich behandelt werden können, muss auf Basis einer professionellen Diagnose eine individuelle Behandlung in Anspruch genommen werden.

Ein Psychotherapeut ist sowohl für die Diagnose als auch Einleitung der Behandlung der richtige Ansprechpartner. Auch wenn es Überwindung kostet sich an diesen zu wenden.

Der Weg hin zu einem Profi kann jedoch helfen, die Krise schneller in den Griff zu bekommen.

Inhaltsverzeichnis

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Eine Psychotherapie bei Depressionen muss beantragt werden

Wenn auch nur der geringste Verdacht besteht, dass man einer Depression erkrankt ist, sollte man sich nicht scheuen einen psychologischen oder ärztlichen Psychotherapeuten mit ins Boot zu holen.

Hier kann die Diagnose einer Depression und gggfs. auch andere psyische Störungen (Zwänge, Angstzustände), in ruhiger Atmosphäre besprochen werden, und eine Behandlung eingeleitet werden.

Hierzu benötigen Sie eine Überweisung von ihrem Hausarzt.

Es gibt mehrere Möglichkeiten einen guten Therapeuten zu finden, der schnellste Weg ist, Sie fragen Ihre Krankenkasse, oder aber Ihren Hausarzt. Dieser wird am ehesten wissen, welcher Psychotherapeut im Licht Ihrer Beschwerden für Sie in Frage kommen könnte. Und dann gilt es Termine zu machen.

Bedenken Sie bitte: Psychotherpeuten sind chronisch überlastet. Deshalb wird es nicht einfach sein, einen Termin zu bekommen. Oftmals kann es gut vier bis sechs Wochen dauern (das wäre die Untergrenze), die Obergrenze beläuft sich auf ca. ein halbes Jahr.

Denken Sie weiter: Überlegen Sie, wie weit Sie für Ihre Genesung fahren würden? In anderen Städten hat vielleicht ein Psychotherapeut den Termin für Sie frei, auf den Sie so dringend warten. Denken Sie hier einmal nicht in engen »Kisten«, sondern in weitläufigen Schemata, die Sie zu einem Erstgespräch führen.

Oftmals kommen Sie so eher an Termine heran.

Eine Annäherung – wie arbeitet ein Psychologe mit depressiven Menschen?

Nachdem Sie einen Psychotherapeuten gefunden haben, Ihre Krankenkasse die Behandlung befürwortet hat und Sie nun im Vorzimmer des Therapeuten Ihrer Wahl sitzen, werden Sie sich fragen: Was passiert nun?

Wie arbeitet eigentlich ein Psychotherapeut. Vielleicht haben Sie sich schon ein wenig damit auseinander gesetzt, vielleicht aber auch nicht.

Eine Psychotherapie basiert im Wesentlichen auf fünf probatorischen (Sitzungen bevor eine Therapie startet) Sitzungen. Sie dienen dem Therapeuten dazu, sich ein Bild über Sie zu machen – denn auch hier gilt: Die Chemie muss stimmen.

Der Therapeut prüft bei diesen Gesprächen gleichsam, ober er mit ihnen arbeiten kann, oder ob er Sie als Patient ablehnt. Das darf er, wenn er keine Übereinstimmung sieht.

Stimmt die Chemie wird nach Ablauf der Kennenlernphase eine Zeit von vier bis sechs Wochen festgelegt, in welcher die Behandlung abläuft.

Auch dies müssen Sie wieder durch Ihre Krankenkasse genehmigen lassen. Am besten übergeben Sie den Antrag Ihrem Hausarzt da geht es meistens schneller mit der Genehmigung.

Alles was der Psychotherapeut jetzt mit Ihnen bespricht, gilt ausschließlich Ihrer Gesundung. Auch er wird sie nach körperlichen Beschwerden befragen, wie Sie sich Ihr Leben vorstellen, warum Sie an einer Depression erkrankt sind (erklären Sie dies sehr genau!), und warum Sie denken, dass Sie bei ihm richtig sind.

Diese Behandlung wird für Sie kein Zuckerschlecken, ein Therapeut muss vieles wissen, um Sie entlastend behandeln zu können, dies kann er nur, indem er fragt, indem er sie hinterfragt. Viele Patienten mögen das nicht – andere sind froh darüber, sich einmal alles von der Seele zu reden.

Part zwei hat deshalb bessere Chancen durch eine Psychotherapie die Depression schnell wieder los zu werden.

Es gibt verschiedene Therapie-Ansätze, die man als sogenannte Regelzeiten bezeichnet.

Hier wäre die Langzeit-Therapie zu nennen, die sich durchaus auch schon mal über Jahre hinziehen kann – doch in aller Regel wird eine Zeitspanne von drei bis vier Monaten angestrebt, danach sollte zumindest ein Durchbruch erlangt sein.

Geben Sie dem Psychotherapeuten soviel Informationen an die Hand wie irgend möglich, nur so kann dieser Sie anleiten, wie Sie mit Ihrer Depression umzugehen haben, wie Sie auf diese reagieren können.

Er braucht Ihre Mitarbeit, Sie müssen mit diesem Menschen im wahrsten Sinne des Worte zusammen arbeiten!

Je mehr Informationen der Therapeut zur Verfügung hat, desto eher kann er sich ein Bild von Ihnen aufbauen, welches er dann für sich genommen bearbeitet, um sie späterhin aus ihrem Stimmungstief zu befreien.

Das all dies natürlich Zeit kostet, ist sicherlich verständlich. Verzichten Sie allerdings auf eine Psychotherapie so kann es durchaus sein, dass Ihre Depression einige Monate länger bei Ihnen bleibt, und das wollen Sie doch nicht wirklich.