Der Depression davonlaufen - Bewegungstipps

Bewegung und Sport wirken nachweislich »antidepressiv«.

Während Medikamente wie »Antidepressiva« meist zwei bis drei Wochen benötigen, um einen spürbaren Effekt zu erzielen, fühlen sich die meisten Depressiven bereits schon nach ein paar Trainingseinheiten gelöst und frei.

So wie eine einzelne Tablette auf Dauer wenig nutzt, so nutzt natürlich auch eine Stunde Sport herzlich wenig. Damit ist es nicht getan.

Doch 30 bis 60 Minuten Gehen, Joggen, Ausdauersportarten betreiben, dass kann auch einen an Depression Erkrankter, durchaus gut verarbeiten.

Das ist aber noch nicht alles: Joggen oder Ausdauersportarten generell lassen den Stoffwechsel wieder arbeiten, der ganze Körper wird beweglicher in seiner Art, man fühlt sich kräftiger und belastbarer.

Inhaltsverzeichnis

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Trotz Unlust beginnen Sie bitte trotz einer Depression mit sportlichen Aktivitäten

Viele an einer Depression Erkrankte denken sich: »Das ist doch nichts für mich – ich fühl mich sowieso schon müde und abgeschlagen, und jetzt noch Sport …«

Ja genau, eben darum! Weil man sich abgeschlagen und müde fühlen.

Sport baut auf, Sport tut gut, Sport bewegt.

Obwohl Ihnen jeder Arzt sagen wird, dass Ihnen sportliche Betätigung sehr gut tun wird, sind Depressive an sich im hinteren Teil der Skala der sportlich aktiven Menschen zu finden. Sie denken, wenn Sie sich schonen, geht die Krankheit eher.

Doch das Gegenteil ist der Fall. Je mehr Sie Ihre Füße hochlegen, desto schlimmer wird die Depression, denn Sie setzt sich richtig schön fest. Und dann dauert es oftmals Monate, bis man die Depression lösen kann, sich selbst aus diesem Sumpf befreien kann.

Treibt man indes Sport, 5 bis 10 Minuten pro Tag reichen ja als Beginn schon aus, denkt die Depression: »Da tut sich was!« Behalten Sie Ihre Trainingseinheit ruhig zwei bis drei Wochen bei, einfach mal schnelles Gehen, was den Puls hochtreibt, das ist okay.

Sie werden merken, dass Ihnen nach einiger Zeit die Bewegung richtig gut tut, und sie werden sich wohl fühlen. Es muss ja auch nicht alles übertrieben werden. Denken Sie daran, dass 3 bis 5 Minuten am Anfang ausreichen, dies können Sie kontinuierlich steigern, bis das Ihr Körper selbst Signale aussendet, dass es genug ist.

Dem Herz folgen – Depressionen zerstören das Herz

Folgen Sie Ihrem Herzen! Nichts ist zuverlässiger als unser Muskel ohne den nichts geht: Unser Herz. Es schlägt und schlägt und schlägt, Monate, Jahre und immer wird es gefordert durch eine Überbelastung. Irgendwann ist es dem Herzen genug – ein Infarkt entsteht.

Lassen Sie es nicht so weit kommen. Orientieren Sie sich in Zeiten einer Depression auf die Intensität ihres Ausdauertrainings und an der Herzfrequenz. Diese sollte bei 140 Schlägen pro Minute anlangen, dann ist das schon sehr gut.

Sie dürfen ja nicht vergessen, dass eine Depression sie schwächt und Sie nicht so agieren können, wie Sie dies gerne möchten.

Sportuhren wären in diesem Fall empfehlenswert, da sie automatisch Puls und Herzfrequenz messen – doch das muss nicht unbedingt sein. Pulsen lernen sie bei jedem guten Sportarzt, und wenn das Herz überlastet es, zeigt es Ihnen das schon an.

Ein Herz weiß genau, wie viel Sie ihm zumuten können. Gerade in Zeiten einer belastenden Depression, welche auch an unserem Herzmuskel nicht so ohne Weiteres vorbeigeht, ist ihr Herz dankbar für etwas Bewegung und Ausgleichssport.

Es wird auch Ihnen gut tun, vielleicht ein wenig Fahrrad zu fahren, auf dem Laufband einige Kilometer zu gehen, oder an der frischen Luft mit dem Hund oder allein zu trainieren. Nur durch Training wird Ihnen wieder die alte Kraft zuteil werden.

Vergessen Sie niemals: Auch eine Depression ist heilbar – und mittlerweile sogar recht gut. Nur Sie selbst müssen dabei mithelfen! Lassen Sie sich gehen, dauert es umso länger, bis Sie dieses Ungetüm wieder los sind. Also … überlegen Sie. Sie haben die Wahl!