Depressionen verstehen

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Depressionen verstehen: Entscheidend ist die innere Haltung

Wer sich ein Verständnis von Depressivität erarbeiten kann, der sollte auch die Situation der Betroffenen nachvollziehen können.

Nur so kann auch eine Kommunikation stattfinden, die nicht nur für die Patienten, sondern auch für den Pflegenden (also dem Angehörigen) hilfreich sein kann.

Aus diesem Verstehen einer Depression heraus, kann sich die Einstellung zu einem Depressiven komplett verändern und deshalb ist s so wichtig seine innere Haltung zu überdenken.

Viele Depressive sind immer noch der irrigen Meinung, sie würden aus der Gesellschaft herauskatapultiert.

Eine Depression verstehen lernen, ist das Entscheidende im Umgang mit depressiv erkrankten Menschen – die innere Haltung, die einerseits von der eigenen Person abhängig ist, aber auch von dem Wissen über die Krankheit und wie sich diese auf die Betroffenen und auf die zwischenmenschlichen Beziehungen auswirkt – ist wünschenswert.

Es ist wichtig, dass wir unsere innere Haltung zu einer Krankheit wie der Depression so annehmen, dass wir den Depressiven besser verstehen lernen.

Inhaltsverzeichnis

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Der Ausgangspunkt: Die depressive Dynamik in zwischenmenschlichen Beziehungen

Menschen haben in der Regel ein starkes Bedürfnis nach Liebe und Anerkennung. Sie können aber keine bedingungslose Liebe entwickeln, sondern sie müssen als Menschen lernen, einen sinnvollen Kompromiss dazu zu finden.

Ausgangspunkt der depressiven Phase ist, wenn der Mensch in Erregungszustände versetzt wird, die in den zwischenmenschlichen Bereich übergreifen.

Das kann dazu führen, dass die betreuende Person diesen Menschen überhaupt nicht mehr wieder erkennt und sozusagen die Entwicklung der Depression übersieht.

Dies ist öfter der Fall als man vielleicht denken mag. Denn der Betroffene (also der Depressive) trägt oftmals eine Maske, die er nur abnimmt, wenn er für sich ganz allein ist.

Wenn er der Betreuungsperson nicht zu erklären braucht, warum ihn diese Erregungszustände plagen, warum er traurig ist, oder warum ihn Überstimulation das eingebracht hat, womit er sich gerade auseinander setzen muss – seiner Depression.

Depressive verstehen es wunderbar ihre Krankheit hinter dem Berg zu halten, deshalb sollte im Bereich der zwischenmenschlichen Beziehungen also Pflege – und Betreuungskräfte zu Erkranktem oder andersherum eine sehr solide Beziehung bestehen, sodass der Erkrankte Vertrauen aufbauen kann.

Die Depression an sich ist für sich genommen eine psychosoziale Erkrankung, die die Grundbedürfnisse eines jeden Erkrankten auf den Kopf stellt.

Nicht nur, dass Anerkennung, genügend Autonomie sowie die Sinnhaftigkeit des Lebens ihm verloren gehen, nein auch das Gefängnis in dem er sich eingeschlossen fühlt, tragen dazu bei, dass sich ein Erkrankter immer schlechter und unwertiger fühlt. Das Leben findet ohne ihn statt.

Dass ist es, was eine Depression ausmacht. Diese überstarke Abhängigkeitserwartung in die Krankheit selbst – Zweifel, Wut, ja Hysterie, können eine Depression dazu machen, dass diese sogar manch einem Arzt entgleitet.

Depressive sind latent gefährdete Personen da sie im Prinzip ein geschädigtes Selbst haben.

 

Frühkindliche Störungen

Gerade bei psychosomatischen Erkrankungen und dazu gehört die Depression, wird bereits im frühkindlichen Stadium nachgeforscht, ob dort Dinge zu Tage getreten sind, die auf eine Depression im Erwachsenenalter hindeuten könnten.

Solche Störungen lägen beispielsweise dann vor, wenn ein Kind in frühen Jahren bereits durch eine ständige Selbstanklage aufgefallen ist (ich kann nichts, man sieht mich nicht, hört mich denn niemand).

All das sind bereits Vorboten einer Depression im Erwachsenenalter.

Oftmals genügt allein eine aggressive, bis kritische Einstellung zu sich selbst (s. oben), wenn dazu noch der genetische Faktor zu Tage tritt, dass in der Familie bereits Depressionen gelistet sind, so wird sicherlich näher hingeschaut werden müssen.

Frühkindliche Störungen werden im Erwachsenenalter oft übersehen; entweder der Betroffene erinnert sich nicht mehr daran, oder möchte sich daran nicht mehr erinnern.

Ein Psychotherapeut indes kann dies sehr wohl erkennen. Oftmals werden diese Kinder durch eine aggressiv-ärgerliche Entwertung aller helfenden Personen, dem so genannten Narzissmus auffällig, sie lehnen jede Art von Hilfe ab.

Erst zu späterer Zeit bilden diese Kinder ein autonomes Selbst, welches es ihnen ermöglicht sich angenommen zu fühlen. Allerdings spielen in diese kindlichen Störungen auch ein fehlendes Selbstwertgefühl oder eine überstarke Abhängigkeit mit hinein.

Ein Depressiver der so eine Vorgeschichte aufweist, wird großenteils in einer Klinik behandelt werden müssen, da die situationsbedingten Thematiken aufgearbeitet werden sollten, und von Grund auf ein neues Bild entsteht, das der Betroffene anzunehmen lernt und sich auch in diesem mit der Zeit wiederfindet.

Das wäre auf emotionaler Ebene von hoher Wichtigkeit, denn ansonsten wird er seine Versagensschuld nie los – mit anderen Worten – es kann durchaus sein, dass seine Depression ihn sehr lange begleiten wird.