Wenn die Kraft nicht mehr reicht … ist es eine Depression oder ein Burn-out?

Das Wort »Burn-out« kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie »ausbrennen«.

Wir kennen dieses Wort in Verbindung mit Erschöpfung, Zusammenbruch und Leistungsunfähigkeit.

Was unterscheidet jedoch einen »Burn-out« von einer Depression, sind die Symptome fließend oder sind sie unterscheidbar – all das ist oftmals schwer zu erkennen und für einen Laien fast nicht zu unterscheiden.

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Depression oder ein Burn-out, auf was muss geachtet werden.

Bei einem Burn-out sind die Warnsignale zuerst einmal fast identisch wie bei einer Depression, genau das ist das Fatale daran. Ein Burn-out kann mit Appetitlosigkeit und Energiemangel einhergehen, Schlafstörungen sind zu beobachten und eine latente Konzentrationsfähigkeit gekoppelt mit leichten Gedächtnislücken. Das alles gibt es auch bei einer Depression.

Je länger diese Art von Erschöpfung anhält, umso kraftloser wird der Mensch. Es bleibt immer weniger Potenzial sein Hobby auszuüben, geschweige denn Abwechslung in sein Leben hineinzubringen. Handelt es sich in dieser Phase um einen »Burn-out« ist dieser gut behandelbar, indem die Personen zu einer Erholungskur schickt, das hilft bei einem Depressiven leider nicht.

Bei einem Burn-out ist es wichtig, die Ursachen herauszufinden und dementsprechend sein Leben zu ändern. Dies erfordert in der Regel Kraft aber auch Überlegung, was ich ändern kann. Von hohem Nutzwert ist es, wenn ich langsam und orientiert – also Schritt für Schritt an die Aufarbeitung herangehe.

Anders hingegen verläuft die Depression, und hier trennen sich die Wege.

Eine Depression zeichnet sich durch echte Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und Interesselosigkeit aus. Der Depressive kann sich nicht (wie bspl. bei einem Burn-out) selbstständig aus dem Zustand dieser schweren psychischen Störung befreien, da er hilflos gegenüber sich selbst erscheint, hier hilft auch keine Kurmaßnahme, in der Regel kann nur ein Krankenhausaufenthalt mit psychosomatischer Behandlung dem Kranken wirklich Linderung verschaffen, handelt es sich um eine starke depressive Form der Depression.

Der Betroffene kann sich in dieser Phase nicht selbst aus dieser Negativwelt seiner Gefühle herauskatapultieren, er ist niedergedrückt, sieht keinen Sinn mehr in seinem Leben und man kann ihn auch schlecht motivieren, da er dann durchaus einmal aggressiv reagieren kann.

Aufmunternde Worte helfen in dieser Phase ebenso wenig, da der Betroffene die Erkrankung nicht einzuordnen weiß und sich ängstlich und überfordert fühlt.

Achtung: Ein Burn-out und eine Depression sind zweierlei Krankheiten. Ein Burn-out entsteht in der Regel durch Überarbeitung oder einer gewissen Selbstüberschätzung. Eine Depression durch psychische Reaktionen, welche teilweise von innen heraus, aber in gleicher Form auch von außen heraus an den Erkrankten herangetragen werden.

Da die Depression an sich beide Geschlechter betrifft, ist bei Frauen ein etwas geringerer Leidensdruck zu verzeichnen als beim Mann, der die Krankheit noch dazu lange Zeit verschweigt. Dass das natürlich nicht unbedingt die beste Voraussetzung für eine schnelle Heilung ist, versteht sich von selbst.

Rezidivierende Depressionen (also immer wieder kehrende) depressive Phasen können einen Betroffenen zu einer echten Verzweiflungstat veranlassen. Daher ist es von so hoher Wichtigkeit rechtzeitig zum Arzt zu gehen und nicht erst wenn sich die Depression im Körper des Erkrankten manifestiert hat.

Um einem Depressiven einen weiteren Schicksalsschlag zu ersparen, wird bei manch schwer verlaufenden Depression eine vorbeugende Maßnahme in Erwägung gezogen, die in erster Linie mit Medikamenten durchgeführt wird. In der Regel hat sich dies als gangbarer Weg entschieden.

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Mit Medikamenten einer weiteren Depression vorbeugen

Ist eine Depression überstanden so kann grundsätzlich das Erscheinungsbild Depression mit all seinen Facetten und Stärkegraden immer wieder in das Leben hineinspielen. Wer einmal eine Depression hatte, läuft leider Gefahr diese immer wieder zu bekommen. Eine vorbeugende Behandlung kann deshalb nicht ganz unwichtig sein.

Eine nachhaltige Heilung hängt aber auch von der Persönlichkeitsstruktur des Menschen ab, bei vielen ist und bleibt eine Depression leider eine chronische Erkrankung.

Die andauernde Prophylaxe die oft Jahre – oftmals ein Leben andauernd kann, wird daher zum Schutz vor dem Wiederauftreten depressiver Phasen gegeben.

Sie wird einem Patienten nicht universell empfohlen, sondern bleibt jenen mit sehr großen familiären Risiken und einer starken Suizidgefährdung vorbehalten. Ebenso sollte sie bei Depressiven eingeleitet werden, die bereits mehrere schwere depressive Episoden erleiden mussten (hier wird eine Faustregel innerhalb der letzten fünf Jahre angesetzt).

Diese vorbeugende medikamentöse Therapie ist mehr als die bloße Einnahme eines Arzneimittels (in der Regel Antidepressiva). Sie muss regelmäßig von einem Psychiater, Hausarzt oder einem Psychotherapeuten überwacht werden. Die Dosierung kann schwankend sein.

Festzuhalten bleibt jedoch, dass eine vorbeugende Maßnahme mit entsprechender Medikation bei dieser Krankheit, immer noch eine bessere Voraussetzung bietet, als noch einmal diesem Leidensdruck standhalten zu müssen.